- Ein Leben rund um den VW Bus T3 -

 

in Fotografie & Geschichten

 


 

Equipment/Hintergründe:

 

Motivation

 Wer selbst fotografiert, der schaut auch gerne mit Interesse darauf, mit welchem Equipment die Fotos anderer Personen entstanden sind. So zumindest geht mir das. Auch wenn klar ist, dass nicht die Kamera für die Qualität und Komposition der Fotos als solche verantwortlich ist, spielt sie dennoch eine nicht unwesentliche Rolle im gesamten Prozess. Denn ich finde, eine gute Kamera motiviert!

 Eine gute Kamera entlockt dir in der Vielfalt all´ ihrer Möglichkeiten auch immer die Vielfalt deiner vorhandenen Kreativität. Eine gute Kamera ist die, die dich anspricht, die dich herausfordert, und neben allen technischen Möglichkeiten auch deinem Geschmack entspricht. Welches Modell nun letztendlich "deine Kamera" ist, darfst du für dich selbst beantworten, und wer dann wen von euch beiden an die jeweiligen Grenzen bringt, das kann tatsächlich so, oder so ausgehen. In jedem Fall braucht es den Willen, sich einerseits intensiv mit der Kamera auseinander zu setzen, als andererseits auch engagiert mit sich selbst.

 

Vorgeschichte

 Nachdem ich lange Jahre mit einer recht umfangreichen OLYMPUS-Ausrüstung (OM2; analog) fotografiert habe, lief mir 2013 schicksalshaft eine FUJIFILM X-E1 zu. Es hätte nicht besser kommen können. Mit dieser Kamera explodierte meine Motivation, und Fotografie bekam nochmal einen völlig anderen Stellenwert. Bis 2018 konnte ich mich bei anhaltender Freude in meinem Können steigern. So fand ich es an der Zeit, mir nochmal ein anderes Gehäuse zuzulegen. Diesmal habe ich die Angebote intensiver studiert und die Konkurrenten markenübergreifend sorgsam verglichen. Um es abzukürzen: Ich blieb bei FUJIFILM, und zwar aus für mich vielen guten Gründen.

 

Grundsätzliches

  Die Zeiten sind definitiv vorbei, wo eine Vollformat-Kamera einer APS-C Systemkamera pauschal überlegen ist. Vergleichen sollte man diese zwei Formate sowieso nicht. Keins davon ist wirklich besser. Sie sind schlicht anders. Dennoch, Systemkameras mit APS-C Sensoren haben den Qualitätsvorsprung der Vollformat-Sensoren in vielen Bereichen aufgeholt. Im Ergebnis dieser Aufholjagd zählen für mich vor allem jene Vorzüge, die meiner Art zu fotografieren sehr entgegen kommen. Ein Argument ist ganz sicher, dass APS-C Sensoren leichter eine deutlich größere Tiefenschärfe abbilden. Vollformat wäre da z.B. was für Street- und Portraitfotografie, Macro-Aufnahmen, oder eher 1. Wahl bei Wunsch nach riesigen Vergrößerungen.

 Ich hingegen fotografiere oft Landschaften, von daher ist neben der Bedeutung von Schärfe von vorne bis hinten auch Dynamikumfang von entscheidender Wichtigkeit. Und das früher so gerne bemäkelte Bildrauschen bei kleineren Sensorformaten ist zumindest beim FUJI APS-C ein Western von gestern. Bezüglich Dynamikumfang und Rauschverhalten braucht sich die FUJI X-T2 für das, was ich damit machen möchte, nicht hinter Vollformat-Sensoren einordnen.

 

Modell

 Obwohl in 2018 schon die hochgelobte FUJI X-T3 auf den Markt kam, habe ich mich für die auch noch erhältliche X-T2 entschieden. Der für mich erkennbare, und vor allem von mir nutzbare Unterschied erschien mir nicht so hoch, als dass ich den Aufpreis hätte zahlen wollen. Und obendrein habe ich die X-T2 zu einem wirklich anständigen Kurs kaufen dürfen. Dem psychologischen Verkäufertrick, "älter=schlechter", habe ich mich nicht hingegeben. Das eingesparte Geld investiere ich lieber in Ausrüstung, Zubehör und Fotokurse.

 

Begeisterung

 Die X-T2 sieht super aus, ich finde das Design ziemlich sexy! Die Kamera ist ist nicht zu groß, vor allem aber auch nicht zu klein. Mit so konsequent herunter reduzierten Baugrößen einer kleinen Kompaktkamera konnte ich noch nie was anfangen, aber eine Monster-Mega-Kamera, das muß heute auch nicht mehr sein. Die Größe der X-T2, das ist genau meins. Die Kamera ist zudem perfekt verarbeitet, und die Anordnung der Bedienelemente ist so gewählt, wie ich es mag. Außerdem liegen die Stellräder innerhalb der Kontur, können kaum ungewollt verstellt werden, und haben eine zusätzliche Sicherung. Dank der Retro-Konzeption von FUJIFILM bediene ich die Kamera nahezu intuitiv. Die Eingewöhnung an die grundsätzliche Handhabung gelang rasant, und viele der in Fleisch und Blut übergegangenen Gewohnheiten aus analogen Tagen kann ich hier fast 1zu1 adaptieren. Das Teil macht Spass!

 

Durchblick

 Ich bevorzuge nach wie vor Sucher-Kameras. Wenn eben möglich, nutze ich den Sucher auch. Und dieser Sucher ist in seiner Qualität ein echter Kracher! Der hochauflösende elektronische OLED-Sucher mit 2,36 Millionen Punkten bietet eine 0,77-fache Vergrößerung. Die Reaktionszeit des Displays beträgt lediglich 0,005 Sekunden. Der Sucher ist wahrhaftig doppelt so hell wie der des Vorgängermodells und verfügt zudem über eine automatische Helligkeitsanpassung, um in allen erdenklichen Aufnahmesituationen eine angenehme Anzeige zu bieten – selbst bei intensivem Gegenlicht. Der Sucher eliminiert Falschfarben und bietet eine Leistung, die mit einem optischen Sucher durchaus vergleichbar ist. Und das alles mit dem großen Vorteil eines Live-Views mit einer präzisen Belichtungsvorschau. Und er hat zum Glück einen Dioptrienausgleich. Ja, man(n) wird älter....

 

Format

 Konkurrenzlos überragend ist meiner Meinung nach auch die Qualität der mit FUJI herstellbaren JPEG-Dateien, eingeschlossen die des Vorschaubildes. Da ich bewußt nur in JPEG fotografiere, und auch die JPEG`s nur minimal bearbeiten möchte, ist die erste Kontrolle des JPEG´s am Display/im Sucher für mich eine perfekte Orientierung. Die Bilder kommen anschließend in einer Weise aus der Kamera, die der vorab recht treffsicher erstellten Vorschau unverfälscht entsprechen. Die Fotos sind schon ein großer Genuß, auch ohne Bearbeitungsprogramme verwenden zu müssen. Den nötigen Aufwand, um im RAW Format zu fotografieren und anschließend noch zu entwickeln, stecke ich lieber in die Bildgestaltung vor Ort. Genau das ist meine Art, Fotografie zu definieren. Das fühlt sich stimmig und richtig an, und keine andere Kamera bedient mich diesbezüglich so charmant und vollständig, wie FUJIFILM samt der einzigartigen Filmsimulationen.

 

Abbildung

 Ein ganz bedeutender Aspekt liegt für mich auch ganz klar in Vielfalt & Güte der FUJI Objektive. Da ist alles auf allerhöchstem Niveau. Selbst die günstigeren Objektive der XC-Reihe sind auf einem klasse Level, der Vergleiche nicht scheuen braucht. Alles in allem sind die FUJI-Linsen preislich vertretbar, und die Gewichte/Außenmaße sind für meine Art von Einsätzen optimal.

 

Nachhaltigkeit

 Dinge, die wir als "alt" bezeichnen, bekommen oft auch gleichzeitig den Stempel minderer Qualität aufgedrückt. Dass das gerade in der Fototechnik anders sein kann, beweisen alte analoge Linsen, die sich auch heutzutage noch prächtig nutzen lassen, eben gerade auch an modernen Digitalkameras. Ich nutze gerne Innovatives, aber ich mag auch den Erhalt guter, alter Dinge, die sich bewährt haben. Meine Affinität für eine Mischung aus beidem habe ich entdeckt, daher findet sich auch ein bisschen "Altglas" in meiner Sammlung.


 

Kamera

FUJIFILM X-E1

FUJIFILM X-T2

L-Schiene + Griff (MENGS)

 

Objektive

FUJINON XF 10-24mm

FUJINON XF 18-55mm

FUJINON XC 50-230mm

 

Altglas

PENTACON  2,8 / 29mm

REVUENON  1,4 / 55mm

PENTACON  2,8 / 135mm



Fokalreduktor

Zhongyi Lens Turbo II.

(M42/X-Mount)

Stative

ROLLEI "Compact Traveller No. 10"

ROLLEI "DIGI MP 1"

HAMA "Star 700"

Filter-Stecksystem

ROLLEI Polfilter

ROLLEI Verlaufsfilter

ROLLEI Graufilter

Schraubfilter

CPL, ND, diverse



 

Referenzen/Qualifizierung

 

 U.a.: Foto-Kurs, individuell, 3-stündig,

bei Peter Roskothen/Grefrath



 

Viele Fotografien sind quer durch alle Rubriken

in meinen Geschichten und Berichten zu finden.

Eine weitere Möglichkeit wäre,

in die beiden Foto-Rubriken zu schauen.

Außerdem: Ein Artikel zur Verwendung

alter analoger Objektive findet sich im Blog 2019,

wie auch ein Beitrag zum

"Wert der Landschaftsfotografie".



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