- Ein Leben rund um den VW Bus T3 -

 

und darüber hinaus...


 

 

Unterwegs 2018

 

Geschichten & Bilder von Oldtimer- und Bustreffen

 


 

Verzeichnis:

 

Oktober         - Internationales Harzer Oldtimertreffen und Europatreffen der Bullifreunde in Bad Harzburg

August          - POLYROOF-VW Bus Treffen in Dransfeld

Juni               - "Rund um Freudenberg" - Orientierungsfahrt des MSC Niederndorf

Mai                - Bulli-Days & Dehler-Treffen am Edersee

 


 

 

 

Internationales Harzer Oldtimertreffen und Europatreffen der Bullifreunde in Bad Harzburg

05. - 07. Oktober 2018

 

 

"...Hatze(nport) oder Harz(burg)..."??

 

   Mit dieser für einen VW Bus Liebhaber nicht ganz so profanen Frage bin ich durchaus entscheidungszäh durch die letzten Wochen geschliddert. Das etablierte Bustreffen, schön gelegen auf der Moselinsel Hatzenport, bildet seit vielen Jahren einen standesgemäßen Abschluß ans Jahr, an die Saison überhaupt, und damit eben auch eng verbunden an die aktive Bulli-Zeit. Zumindest trifft das für Diejenigen zu, die durch den Winter hindurch unter Bus-Entzug leiden.

Aber da gibt´s auch dieses höchst atmosphärische Oldtimer-Treffen im Harz. Und dieses Jahr paart sich das treffender Weise mit dem sogenannten Europa-Treffen der Bullifreunde. Ihr ahnt schon, wie es ausgegangen ist: Ich bin in den Harz gefahren. Die Strecke hat es in sich. Von Siegen quer durch den Kreis Wittgenstein, dann durch das Ederbergland nach Kassel, ist teils zähe Landstrasse angesagt. Und auf der dann folgend nutzbaren Autobahn, vorbei an Northeim und Göttingen, herrscht geschlossene Baustellensituation. Es zieht sich mächtig hin, spät komme ich an.

 

   Nicht zu begreifen sind übrigens die unfassbaren Massen an von Suizid gepeinigten Mücken, Schnaken, Fliegen, Falter und sonstigen Flugsaurier, die sich scheinbar alle vor genau nur meine Fahrzeugfront schmeißen. Lange vor Bad Harzburg sieht mein Bus für meine Ansprüche katastrophal aus. Die hintere Fahrzeughälfte grau-braun, die vordere klebrig, und das in gelb-grün.

 "Come as you are", kräht Curt Kobain schmerzvoll aus dem Radio.

Alter, ich versteh´ dich ja, und ich weiß auch genau, was du mir sagen willst, aber das geht diesmal leider überhaupt nicht. Das kleinere Übel ist in dem Fall tatsächlich mal die mechanische Wäsche, die ich sonst tunlichst "umfahre".                                  

 

Bad Harzburg, wir kommen!

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   Mit Thomas bin ich verabredet. Doch bevor ich so entschleunigt neben seinem CALIFORNIA zum stehen komme, verschlägt es mir an der Anmeldung kurz die Sprache. Die Dame dort erklärt mir völlig ohne Skrupel und Schamröte, dass ich doch bitte pro Tag 15,-€ für mich und den Bus zu zahlen habe, und darüber hinaus nochmals 25,-€ für Strom. Duschen und Klo wären dann allerdings mit im Preis.

Ich wiederhole dies alles nochmal brav, und hänge die möglichst freundlich formulierte Frage hinten dran, ob ich das so richtig verstanden habe. 25,- ...??? Für Strom?


Tatsache, ich habe richtig gehört. Verstanden allerdings habe ich´s nicht. Und so nehme ich Abstand vom Strom, vergewissere mich aber noch vorsichtshalber, ob ich denn trotzdem ab und an zur Toilette darf. Puh...das geht.

 

Unvorstellbar, der Sommer, der eindeutig einer war, legt nochmal eine Schippe nach, und verwöhnt uns alle mit wolkenlosen 25 Grad. Kurz zur Erinnerung: Wir haben Oktober, und wir befinden uns im Harz. Dementsprechend wohlgelaunt machen sich viele Besitzer von automobilem Kulturgut auf die Räder, und es füllt sich der Platz um die Tribüne der Galopprennbahn zügig.

Passat, vom Ursprung des Wortes her ein beständiger Wind. Seinem Namen alle Ehre gemacht hat er,

immerhin seit 1977 haucht das automobile Lüftchen um den Globus.

 

 

Eine Spur von "Ostalgie" kommt hier nicht zu kurz.

 

Jetzt und hier könnte "come as you are" Motto sein. Alle Marken, alle Genres, jegliches Alter

bei Fahrzeugen und Besitzer. Herrlich.

 

 Zurück in die Zukunft.

Alles zeitlose Zeitmaschinen.

Und jeder fluxt seinen Kompensator vortrefflich.

 

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Gerade Linien, Dach ab.

Die stabilisierenden Sicken und Knicke,

die moderne Fahrzeuge entstellen,

wurden noch mit Blechstärke überflüssig gemacht.

 

 

 

Ein Gerangel um schöner oder besser

erübrigt sich hier. Jedes Fahrzeug für sich

ist ein Klassiker und Trendsetter.


 

 

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Lenkräder in weiß,

und dazu Sitze wie in Omas guter Stube.

 

 

 

 

Diese hellen Lenkräder mit Hupenring

sind ein wirklich eindeutiges Signal,

dass hier was vor einem steht,

was tatsächlich richtig alt ist.

 

 

 

In Verbindung

mit den entsprechenden Armaturentafeln,

den Dach- und Fensterschwüngen,

weist das alles die Autos aus,

die sich deutlich vom Youngtimer distanzieren.

 

 


 

 

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Dass durch die Jahre hindurch

aus dem einen der andere wurde,

sozusagen als genetischer Ableger,

scheint offensichtlich.

 

 

Andererseits ist es auch schön anzusehen, wenn der eine sich selbst hinterher fährt,

und es liegt einfach keine Zeit dazwischen.

Das macht alles noch viel zeitloser.


   Ich glaube, auf diesen Pick-Up sprang immer Lassie auf, während sich der Truck schon langsam in Fahrt begab. Es war jene herzzerreißend rührende Abschiedszene, die in jeder Folge dieser Tränendrüsen-Serie vorkam. Der Pick-Up fuhr los, die ersten Staubkräusel wanden sich aus den dicken Radkästen, alles untermalt vom Geräusch eines hier bei uns unbekannten Motorsounds, und jener Collie, zweimal bellend, so wie jeden Freitag, nahm Anlauf zum Sprung auf die Ladefläche. Gespannt saß ich vorm Fernseher, und ich weiß genau, was mich an diesen Bildern von damals so fesselte, dass ich es bis heute weiß. Kleiner Tipp: Der Hund war´s nicht...

 

 

   SAAB. Das klingt in meinen Ohren laziv gehaucht ausgesprochen deutlich charmanter, als ein bellend hart gesprochenes VOLVO. Und so sehe ich die nordischen Autos auch in ihrer Unterschiedlichkeit. Wenn man schon vom Schwedenstahl spricht, dann hat SAAB ihn in einer Eleganz geschwungen, die unterkühlt, und dennoch mitreißend begeistert.

 

 

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Ja, weniger ist manchmal mehr. Das gilt hier in jedem Fall.

 

 

 

   Es mag von Anbeginn des Capri eine düstere Ahnung oder Befürchtung gegeben haben, und zwar die, dass es Ford nicht mehr gelingen würde, ein vergleichbar kultiges Coupé zu lancieren. Und genauso ist es gekommen. Der CAPRI ist ein Meilenstein ohne Vorreiter oder Nachkommen.

 

 

NSU Spider. Die Kleinen kommen heute echt groß raus.

 

 

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Glücklich.....

 

   In der guten alten Zeit liegt viel Glückliches verborgen, dem wir nur deshalb nicht mehr auf die Spur kommen, weil wir verlernt haben, den Rhythmus der Zeit mit unserem eigenen zu synchronisieren. Die einfachen Dinge zu tun, die die eigene kleine Welt heil sein lassen, und den kleinen eigenen Kosmos mit Frieden füllen, stimmt heiter. Und diese Kleinode, bei denen man ganz bei sich ist, finden in aller Stille von ganz alleine einen Weg nach draußen. Der Versuch, die groß aufgeblasenen Geschäftigkeiten der Welt von außen in unsere kleinen Räume der Stille zu pressen, bleibt ohne Aussicht auf Erfolg.

 

.....und zufrieden

 

CITROEN GS

 

Fast schon

wie von

einem anderen Stern.

 

Die häßlichen Entlein

sind zu Ikonen gereift.

 

Oder aber,

sie waren ihrer Zeit

um Lichtjahre voraus.

 

Wir wären demnach

erst jetzt in der Lage,

diese Klassiker

in ihrer Gesamtheit

zu verstehen.

 

 

 

 

 

 

Augen auf, kleiner Freund!

Tja, da staunt man nicht schlecht, wer sich so alles über die Jahre

in den Reihen der Klassiker etabliert hat.

 

 

 

Im Kaleidoskop des Tages

                            hier eine bunte Auswahl.

 

                                      Ford A, Manta B, Scirocco, 911er,

                                                  Golf 2 GTI 16V,

                                                          Ford Gran Torino, Corvette,

                                                                    Golf 2 "Country",

                                               T3 Eiswagen, Citroen GS.                                                                                                               

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 Bemerken möchte ich hier an dieser Stelle der Vollständigkeit halber,

dass die Bezeichnung "Europatreffen der Bullifreunde" etwas vielversprechend war.

Die richtig alten, historischen VW Bullis waren regulär doch eher als Teilnehmer der Oldtimer Treffens angereist.

Und die, die hinter der Tribüne stehend als Teilnehmer des Europa-Bulli-Treffens zu nennen wären,

sind in Summe keine 10 Bullis gewesen. Mich hat´s nicht gestört, ganz im Gegenteil,

aber das füllte den Titel nur unzulänglich, vor allem für vielleicht solche,

die für´s Europatreffen weite Wege auf sich genommen haben.

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2 Tage Superlative. Herrliche Klassiker, bestes Wetter, erstklassige Stimmung, und angenehme Kontakte.

 

 

 

   Der Himmel samt Abendlicht gibt nochmal sein Allerbestes und läßt die Tribüne als Scherenschnitt dastehen.

 

Das Treffen hier an der Galopprennbahn war die Reise wert.

 

Also, noch ein Abschlußbierchen bei Lampenschein,

auf bald mal wieder!!


DT-Classics

-Oktober 2018-



 

 

POLYROOF-VW Bus Treffen in Dransfeld

17.-19. August 2018

 

 

 Nach langem Hin- und Her, ob denn nun das Bustreffen in Lenk/CH eine Reise wert sei, oder lieber Dransfeld, oder besser gar nicht wegfahren, ist die Wahl dann doch auf Dransfeld gefallen. Gründe dafür gibt´s einige. In dieser gar nicht so weit entfernt liegenden Gegend war ich noch nie, der Campingplatz solll ganz passabel sein, und außerdem ist in Dransfeld die Firma POLYROOF. Die zu besichtigen soll im Rahmen des Treffens möglich sein. Und last, but not least, sind dort höchst angenehme Personen vor Ort, die ich schon selten genug zu sehen bekomme.

 

Cool ist: Ich habe Freitag Urlaub. Und so starte ich schon am Donnerstag, direkt nach Feierabend. Das Navigationsgerät bleibt daheim, die sonor näselnde Mrs. Navigon darf die Stimmbänder schonen. Stattdessen nehme ich die alten Papierkarten zur Hand und wähle alle jene Sträßchen, die in schmalweiß soeben noch als Sträßchen zu verfolgen sind. Erste Wahl sind die, die außer schmalweiß auch noch einen grünen Zusatzstreifen bekommen haben. Landschaftlich reizvolle Streckenführung verspricht diese Markierung. Also los, lasssen wir uns mal reizen.

 

Der Bulli ist übersichtlich gepackt, ich reise diesmal mit leichtem Gepäck. Vorzelt, Sonnensegel und weitere Last ist daheim geblieben, dafür habe ich die Gitarre mit. Mit diesem akkustischen Eierschneider an Bord fühlt sich eine kleine Reise direkt ganz anders an. Musizieren, handgemacht, ist eine Facette, der temporär mehr oder weniger Bedeutung zufällt. Dem entgeben aber ist Musik hören schon anders geworden, nämlich weniger. Das Autoradio ist meistens aus. Stattdessen hänge ich meinen Gedanken nach, die ich nicht schneller zu denken vermag, als ich reise. Der Motor schnurrt, das Fenster ist offen, mein Arm hängt draußen, Wärme und Gerüche kommen herein. In Summe unterliegt alles einem nivellierenden Effekt, dem sich nichts zu entziehen vermag, und den ich durchaus mit meinem angenehmen Gefährt in Verbindung bringe. Gefährt und Gefährte, das liegt offensichtlich ganz schön eng zusammen.

 

Durchs Eder-Bergland cruise ich gen nord-ost. Irgendwo höher oben, bisschen erhaben über der Landschaft, da möchte ich ein Plätzchen für die Nacht suchen. Es ist herrlich, in Täler oder auf Landschaften zu schauen, über denen die Sonne auf- oder untergeht. Meine Karte weist etliche Strassen mit grüner Zusatzlinie auf in einem Gebiet, dessen Mitte ein Berg für sich in Anspruch nimmt. Meißner. Im frühen Abend erreiche ich dann den nahe Hessisch Lichtenau gelegenen "Hohen Meißner", der zum osthessischen Bergland gehört. Angeblich hat hier auf knapp 750m Höhe Frau Holle lange Jahre ihre Betten ausgeschüttelt. Wie dann Berge wie der Brocken im nahen Harz mit über 1000m Höhe auch Schnee abbekommen haben sollen, behält die alte Dame für sich. Schnee fällt ja immer nur nach unten. Komisch. Egal.

Die dementsprechende Starkschneephase bleibt heute jedenfalls zum Glück aus. Das ist auch gut so, denn die Anfahrt hat es in sich. Über Walburg und Velmeden erwartet mich eine Strecke, die auf etwa 4 Kilometern überwiegend an der 12%-Marke kratzt. Der Wasserboxer bollert in die abendliche Stille, anschleichen kann ich mich hier nun nicht mehr.

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 Oben erwartet mich allerdings eine Szenerie, die fast schon unwirklich schön ist. Hier herrscht die totale Ruhe, ich habe den Platz fast für mich alleine. Nur ein Paar mit einem BIMOBIL-Fernreisefahrzeug steht vor Ort direkt neben mir. Die angenehmen Herrschaften sind seit drei Tagen unterwegs, es soll nach Montenegro und Albanien gehen. 8 Monate-Tour. Da kommt auch bei mir Fernweh auf. Das große Glück findet sich allerdings auch in den kleinen Reisen, und wenn ich mich hier umsehe, könnte ein einziger kleiner Moment kaum perfekter sein, als genau dieser hier. Die Sonne sinkt, es ist wolkenlos, wahnsinns Fernsicht, die Mondsichel lugt schon hervor. Alles ist gefärbt von einer höchst wohltuenden Melancholie, die Bedeutsames von Unbedeutsamem trennt. Nach wie vor ist es trotz der Höhenlage noch angenehm warm hier oben. Der Bulli und die Luft kühlen langsam ab, das letzte Vogelgezwitscher ist verstummt, und ein zartes Abendrot mogelt sich zwischen den Horizont und den wolkenlosen Himmel. Herrlich langsam kriecht die Nacht hervor, während ich in aller Glückseeligkeit mit einem Glas Wein in der Hand dem schwindenden Tag hinterher schaue.

 

Mehr als nur eine profane Empfehlung:

Zum Glück ziemlich schlecht beworbener, offizieller,

aber kostenloser Premium-Stellplatz am Wanderparklatz

neben dem Berggasthof am Hohen Meißner.

 

 Ich habe "oben" gepennt. Auf diese Art bei einem Camper im Dachzelt zu liegen, ist genau das, was ich total mag. Es ist luftig, Zelt-Feeling pur, ich bin unmittelbar drinnen und draußen zugleich, nur wenig entkoppelt von Geräuschen, dem Windhauch der Nacht, und vor allem dem beginnenden Morgen. Auch den Temperaturen eher ausgesetzt, gerät mein mäßig warmer Schlafsack in den kältesten Stunden vor Sonnenaufgang an seine Grenzen.

Halb 8 in der Frühe, der anspringende Motor haut ganz schön rein in die Morgenstille, ich bin dann mal weg. Dem Tal entgegen, verlasse ich den Hohen Meißner Richtung Eschwege. Allen unter Euch, die mit Blick auf ihr Fahrzeug lange, steile Bergfahrten skeptisch betrachten, empfehle ich, den Hohen Meißner genau so zu queren, wie ich das gemacht habe. Die Strecke runter nach Eschwege ist nämlich nicht nur deutlich länger, als die tags zuvor gewählte Fahrt nach oben, sondern es erwarten einen Gefälleabschnitte von teilweise 14%! Wer da mit alterndem Kühlsystem bergan unterwegs ist, der wird die zittrige Nadel der Temperaturanzeige hastig steigend auf Nimmerwiedersehen rechts in der Anzeige verschwinden sehen.

 Auf viel Anhalten, Umherlaufen und sonstige Besichtigungsmodalitäten habe ich diesmal wenig Lust. Mal einem Road-Trip gleich, eher fahrend schauen, danach ist mir. Es fällt daher nicht schwer, knapp vor den Toren Eschweges, dort, wo die schlimmsten Zeugnisse menschlichen Daseins per Bagger und etlichen freiwilligen Helfern entfernt werden, nur für ein Foto zu halten. Ich passiere die Stelle, an der das Camp vom "Open Flair"-Festival gewesen sein muß.

Der Zusammenhang zwischen dem, was ich sehe, und den Begriffen "Camp" und "Flair" erschließt sich mir nicht. Hier, in Angesicht dieser entsetzlichen Müllhalde, ist nichts als trauriges Fremdschämen angesagt. Und krasser könnten die Eindrücke dieses Morgens nicht auseinanderliegen. Die heilige Stille und Erhabenheit hoch oben am Meißner, und dann dieser zweifelhafte Flair einer offensichtlich völlig gleichgültigen, rücksichts- und verantwortungslosen Genusskultur, sind im Kontrast kaum begreifbar. Es ist sehr bezeichnend, denn die sonnenverbrannte Steppe, die ganz Deutschland aktuell auszeichnet, ist nichts gegen die verbrannte Erde, die hier in Form von Menschenmüll hinterlassen wurde.

 

 Mich den schönen Landschaften zuwendend, hänge ich bestmöglichst die schmalweißen Sträßchen mit dem grünen Streifen zu einer Route aneinander, und rolle auf ihnen gemütlich gen Dransfeld.

 

Es ist Freitagvormittag, also lange vorm Feierabend der meisten Leute. Die Strassen über Land sind herrlich unbefahren.  Ein schöner grün-weißer T1, der aus einer Seitenstrasse kommend, und für gut 10 Kilometer in meinem Rückspiegel verweilt, biegt dann doch noch irgendwo ins Hinterland ab. Nach Dransfeld unterwegs ist er wohl nicht.

Mich zieht´s weiter. An Hann. Münden vorbei, wo aus Eder und Werra die Weser wird, ist es dann nur noch ein kleines Stück bis zum Campingplatz.

 Es ist brüllend heiß heute, eine kleine Abkühlung ist aber vorerst nur für den Bulli drin. An einem leeren Waschplatz entferne ich von der Front des Campers die wenigen Mücken, die tatsächlich noch langsamer waren als wir. Adel verpflichtet. Mit Kadaverresten auf der Scheibe bin ich noch nie auf einem Treffen angekommen. Dann boller´ ich in aller Hitze hoch zum Campingplatz. Freunde, mit denen ich verabredet bin, haben zum Glück schon den Sonnenschutz aufgebaut, kühle Getränke dabei, und selbst ein guter, heißer und starker Kaffee steht parat.

Wie schön es doch ist, bei solchen Treffen genau diesen Menschen zu begegnen, wird mir immer genau dann bewußt, wenn ich auf den Platz rolle. Nur inmitten von Autos zu stehen, und sonst nichts, wäre fatal öde. Jetzt hier im Kreise zu sitzen, den Geschichten und Geschehnissen zu lauschen, sie jetzt hier einfach wiederzusehen, das ist die Prise Salz in der Suppe.


 

 

Jeder weiß, wie VW Busse aussehen. Hier sind ein paar Stück davon.

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 Die Firma POLYROOF, hinter der die Familie Günther steht, gibt es seit 1980. Und ebenso ist POLYROOF die treibende Kraft, was das VW Bus Treffen hier am Hohen Hagen anbelangt. Es ist bemerkenswert, mit wie viel Engagement und Herzblut dieses Treffen organisiert wird. Nichts bleibt dem Zufall überlassen. Die Besucher des Treffens erwartet eine stilvolle Atmosphäre, in der selbst das frisch gezapfte Bier am Abend auf Kosten das Hauses POLYROOF fließt. Und auch der Kaffee samt selbstgebackenem Kuchen, der später während der Firmenbesichtigung gereicht wird, sollte hier nicht unerwähnt bleiben. Selbstverständlich ist so etwas nicht.

 

 Alles hat für POLYROOF mal angefangen mit dem VW Bus T3. Ein solches Exemplar, immer noch in Besitz der Familie Günther, findet sich am Platz. Ich darf mal reinschauen.

 

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Den direkten Link zur Firma,

sowie ein paar Eindrücke

von der Werksbesichtigung:


 

 

1980 ging es los.

Der T3 wurde verPOLYROOFt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Generationen-Mischmasch der VW Busse am Firmengelände, leichter Überhang

der neueren Bulli- Modelle.

Zahlenmäßiges Stiefkind

ist hier eindeutig der .....T4!

Das ist auch der Eindruck,

den man am Treffen selbst gewinnt.

Schön ist, wie herrlich egal das ist.

Die freundliche, entgegenkommende Art

der Günthers liegt scheinbar wie ein guter Geist

     über der ganzen Veranstaltung. 

 

 

 

 Das Hochdach mit großem Panorama-Fenster

ist sicher eines der ganz markanten Produkte.

Und  wer sich heute im Besitz eines VW T3 befindet, kann nach wie vor und zu jeder Zeit

das bekannte Dach nachgerüstet bekommen.

Unvergleichlich zeitloser Support...

 

 

 

 

 

 

 

Vorbereitungen an VW Bussen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick in die Fertigung von Spoiler und Panoramafenster.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und die Rohlinge der Dächer,

die auf Fertigstellung warten,

warten nicht allzu lange.

Alt wird von denen hier keins.


Gestern......                                                                                                                                                                 click = groß

.....Heute

 

 

 Es ist eine ziemlich fette, reiche Zeit, vor allem mit Blick auf die Umstände bezüglich der eigenen Freiheit und des VW Busses.

Die interessanten Stunden zwischen den T6-Modellen, und auch die Zeit in der Firma POLYROOF, sie haben mir eins verdeutlicht:

Die Brücke zwischen einem Gestern, in dem alles im Gestern war, und eben einem Heute, in dem auch alles im Heute ist, die ist begehbar.   Und wenn ich, wie seit vielen Jahren, vor meinem Bus sitze, oder eben in diesem schönen, alten T3 über Land schnurre, dann wabbert in den Adern das Blut so wie immer. Die gute, alte Zeit, sie ist jetzt, und es wird immer das, was man aus ihr macht. Aber draußen vor der Windschutzscheibe, da ist längst das nächste Morgengrauen in Sicht. Vielleicht ist es heilsam, in alten Dingen sitzend in der Gegenwart zu reisen, und während dessen über die Zukunft nachzudenken. Aber bitte nur ein bisschen, denn wir werden sie nie erreichen. Selbst morgen, das ist streng genommen schon Zukunft. Doch sobald wir morgen früh die Augen öffnen, ist dieser neue Tag die Gegenwart, in der alles Leben liegt. Darin bewußt und nachhaltig unterwegs zu sein, möge jeder für sich klarkriegen. Meine Zeitmaschine, um vom Gestern ins Morgen zu fliegen, oder gleich von hier nach Hause, hat den Motor jedenfalls hinten.


DT-Classics

-August 2018-



 

 

 

"Rund um Freudenberg" - Orientierungsfahrt des MSC Niederndorf

16. Juni 2018

 

 

Chinesenzeichen. Ok.... Bislang glaubte ich, das hätte was mit Tattoos zu tun, oder mit mystischen Symbolen, mit geheimen Fingerzeichen oder sowas. Aber jetzt bin ich voll und ganz im Bilde. Chinesenzeichen sind die Geheimschrift der Ori-Gemeinschaft. Dahinter verbirgt sich aber nicht etwa eine mysteriöse Bruderschaft, sondern die illustre Runde derer, die mit Autos an organisierten Orientierungsfahrten teilnehmen.

Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Orientierungsfahrt

 

 

So eine "Schnitzeljagd" für Young- & Oldtimer, sportlich oder touristisch geprägt, veranstaltet jährlich der MSC Niederndorf. Mit meinem Freund Jochen als Co-Pilot, habe ich in diesem Jahr daran teilgenommen, und ich vermute, ich bin das Greenhorn im Starterfeld gewesen. Erste Teilnahme an sowas überhaupt, manches kam mir auch von Anfang an chinesisch vor (...oder heißt es eher spanisch..?).


Schur onn Gemorje!!  Zwo echte Sejerlänner Jonge. Doh kahste sie zo säh...

 

 

Im Starterfeld tummeln sich viele alte automobile Bekannte, und ich kann für mich nur feststellen, dass die Fahrzeuge, die mit dem  Begriff "Oldtimer" belegt sind,  so langsam eine Epoche abdecken, die frühestens in den 60er Jahren beginnt. Und das sind schon die wenigsten. 70er, 80er, diese Jahrzehnte stiften mehr und mehr die allermeisten Vertreter solcher schönen Veranstaltungen.

 

 

Alles davor, was man an Autos z.B. aus Dick&Doof-Filmen kennt, taucht irgendwie nur noch in Museen auf, so scheint es. Aber sei´s drum. Mit Baujahr 1983 ist unser VW T3 ganz gut aufgestellt, es gibt noch deutlich jüngere Teilnehmerfahrzeuge im Feld. Die Spannung ist groß. Mit Nr. 68 sind wir in der Lage, die ersten Starts zu beäugen. Da weiß man wenigstens, wie das so abläuft. Der Rest bleibt vorerst unbekannt.


Formen mit Geschichte. Es ist völlig überflüssig, die Automarken am Heckklappenschild erst mühsam nachzulesen.

Verwechslung ausgeschlossen. Was hier steht, erkennt man sofort. Ein Käfer ist ein Käfer, und ein C-Coupé ein C-Coupé.

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FIAT - Die Marke baute früher in schön.

Ohne Worte. Hier reicht der leise Genuss.

AUDI & VW. Zwei Klassiker ohne Skandal.

 


 Das Lachen ist uns zwar

auf der Strecke erhalten geblieben,

aber mit so mancher Sache haben wir uns

zugegebener Maßen schwer getan.

Das finden der Strecke,

das Notieren aller Zahlen und Bildchen,

das Ermitteln von Entfernungen,

das Deuten von Chinesenzeichen.

 

In machen Autos ist das Cockpit gespickt mit irgendwelchen TipTronic-Meßarmaturen, hochkomplizierten Upper-Class-Präzisionsuhren

und sonstigem Zauberzeugs für die Fahrt.

 

Wir fahren da eher als die Underdogs mit einer Motorradfahrer-App auf Jochens Smartphone, einer Stopuhr-Funktion meiner Schweizer Armbanduhr, und dem per Daumendruck zu nullenden Tageskilometerzähler im T3-Tacho. Das sollte reichen für´s Erste. Heil angekommen sind wir damit tatsächlich recht gut. Vorgabezeiten eingehalten, die Zeichen erkannt ( die der Zeit, und die der Chinesen...), Mittagsrast erfolgreich bewältigt, keine Panne, kein Defekt. Und zur Plazierung sei gesagt, erstmals dabei sein...nuja...ist erstmal alles.

Ganz klarer Sieger des heutigen Tages ist der MSC Niederndorf! Volle Punktzahl für die aufwenige, umfangreiche, und sensationelle Organisation dieser wunderschönen Veranstaltung. Da blieb nichts dem Zufall überlassen. Die Strecke war perfekt, führte durch Gegenden und über Sträßchen, die auch der nicht zwingend kannte, der hier in der Region heimisch ist. Die Verpflegung für den Tag war gesichert, Fotografen standen gut postiert an der Strecke, und der Zieleinlauf samt Anmoderation eines jeden Fahrzeugs erfolgte im historischen Ortskern der Stadt Freudenberg.

 

Anfangs noch ein wenig belächelt,

ist der VW Bus T3 mittlerweile doch eine feste Größe

bei Oldtimerveranstaltungen jeglicher Färbung.

 

Im bunten Starterfeld etabliert,

fühlt man sich durchaus "gut angezogen" mit einem T3,

wobei es schon noch exotisch wirken mag, wenn dies ein Camper ist.

 

Sicher ist sicher.

Sollte im Wirwarr der Chinesenzeichen und Sonderprüfungen

doch mal ungeplant alles schief gehen, ist der Tag nicht verloren.

Wir hätten ja alles dabei. Dach hoch, Stühle raus,

einen frischen Kaffee aufbrühen - fertig.

 

Und...danke, lieber Jochen!

Ohne dich samt deiner Ortskenntnis, Intuition und App,

hätte sowas wie Übernachtung durchaus passieren können...

 

Potential zum Wiederholungstäter. Die eine oder andere Ori samt Chinesenzeichen wird sicher folgen.

Quelle: DSG-Photo / Berabeitung: DT-Classics


DT-Classics

-Juni 2018-



 

Bulli-Days & Dehler-Treffen; Tagesfahrt zum Edersee

05. Mai 2018

 

Der Flieder blüht, und nicht nur der. Das ganze Land schimmert seit Wochen gelb. Blütenstaub liegt invasiv auf allem. Es sieht teilweise so aus, wie wir das aus den Zeiten kennen, in denen wüster Saharasand ungefragt aus Afrika herüberwehte, um sich hier kurz abzulegen. Aber was soll´s, es ist allemal besser, als wenn wie sonst nur westfälischer Starkregen runter käme.

Sommerzeit, Bullizeit, jede verpaßte Gelegenheit ist eine verpaßte Gelegenheit. Auch wenn diesmal nur 1 Tag drin ist, die Kilometer bis zum Edersee sind ja überschaubar. Wir haben Mai, meine gefahrenen Gesamtstrecke in 2018 beläuft sich bislang auf gerade mal schlappe 70 Kilometer. Das soll sich heute ein wenig ins Plus verschieben, also auf geht´s.

 


Unterwegs mit 4 Bullis, ich sehe natürlich immer nur drei. Hinterherfahren unter solchen Bedingungen mag ich. Der bullifizierte Generationen-Mischmasch läßt sich nicht mehr leugnen. Väter, Söhne, Freunde, kreuz und quer verbandelt, von allem was dabei, ausnahmslos klasse, und plötzlich sitzt "next generation" hinter dem eigenen Lenkrad. Schön hinbekommen. Alle gemeinsam unterwegs, endlich wieder, und das bei bestem Wetter. In mir läßt es sentimental die Frage aufkommen, wie oft das wohl so sein wird in der laufenden Saison. Schon alleine die Tatsache, mehr als einen T3 im öffentlichen Strassenverkehr zu sehen, ist sowas von unalltäglich geworden, dass sich einem das Besondere eines solchen Eindrucks geradezu aufdrängt.

 

Zum Edersee zu fahren, quer durch Siegerland, Wittgenstein und das hessische Edertal, da ist der Weg als Ziel indiskutabel. Sowas geniessen zu können, einfach unterwegs zu sein, war eigentlich schon immer möglich, aber man wagt es mittlerweile immer seltener zuzugeben. Das Thema Auto ist halt derzeit in einer seltsamen Schräglage, in der wenig positive Attribute für die übrig bleiben, die gerne klassische, ältere Fahrzeuge bewegen. Als Relikte einer Zeit, in der die Freiheit 4 Räder hatte, stehen gerade VW Busse für etwas ausnahmslos Positives. Aber hinweg mit den düsteren Gedanken, wir sitzen im T3, das Schicksal hat es gut mit uns gemeint. Auf noch recht leeren Landstrassen rollen die Oldies (also die Autos...) herrlich brummend vor sich hin. Es herrscht wenig Verkehr bei richtig viel Natur. Samstags morgens steckt der Großteil der Menschen scheinbar in Gärten, Baumärkten, im Brunch-Modus, oder vielleicht noch im Bett. Wir nicht. Von Raumland an folgen wir dem Lauf der Eder über große Teile der Strecke. 90 Minuten später sind wir dann da. Keine Wolke am Himmel, kein Öl an der Heckklappe. Geht doch!

 

 

Herrlich gelegen:


 

 

Die Bulli-Days, wie auch das "Dehler-Sommertreffen", beide Veranstaltungen laufen an diesem Wochenende parallel hier am See. Die überschaubare Anzahl an Dehler-Campern stehen fast schon verträumt auf einer kleinen Halbinsel. Sehr entspannt und ruhig geht´s dort zu. Ein T3-Dehler ist etwas, dem ich immer schon etwas Außergewöhnliches zugeschrieben habe. Firmen, die T3´s ausbauen, gibt und gab es viele. Aber die Firma Dehler aus dem Sauerland baute eigentlich Segelyachten. Vielleicht liegt in der Kenntnis von Wasserverdrängung und Schnittigkeit begründet die Tatsache, dass das Dehler-Dach der T3´s den besten aller jemals gemessenen CW-Werte von Hochdächer ablieferte. Selbst das Originaldach sieht dagegen tatsächlich ziemlich alt aus. Dehler, Yachten und Wasser, das gehört einfach zusammen. Hier am See ein Dehler-Treffen zu machen, finde ich daher im Kontext dazu sehr stimmig.

Einstieg ins Thema,

Umfangreiches Know-How

zu den Fahrzeugen der Firma Dehler,

sowie Informationen bzgl. Forum, Teile,

wie auch zur Historie, findet man hier:


Ein wunderschönes Gespann habe ich entdeckt, und wie kosequent bis ins Detail gearbeitet worden ist, zeigt sich unter anderem daran, dass Bulli samt Trailer mit den gleichen Felgen ausgestattet wurden. Auf so etwas stehe ich total.

Und oben drauf im super guten Zustand die "Yamaha XT", die auch längst ein Klassiker ist. Ich kann mich nicht satt sehen. Damals, als sie 1976 auf den Markt kam, war sie wirklich das allererste Großserien-Geländemotorrad überhaupt, das mit Einzylinder-Viertakt gebaut wurde. Tatsächlich wurde der "XT" auch damals schon eine Trockensumpfschmierung gegönnt. Und den Begriff "ENDURO", den kennt die Allgemeinheit erst ziemlich genau seit "XT". Leute, die ich kenne, die damals eine "XT" hatten, waren alles Raubeine. Und genau da an den Beinen ist die "XT" sicher dem einen oder anderen Besitzer lebhaft und schmerzlich in Erinnerung geblieben. Denn der drehmomentstarke Motor besitzt keinen E-Starter und fordert dem Fahrer beim Betätigen des Kickstarters einiges an Entschlossenheit, Kraft und Übung ab, und verzeiht keine Halbherzigkeiten. In solchen Fällen knallt der Kickstarter meist lecker und lehrreich vor´s Schienbein. Lange ist´s her.....

 

Es ist heiß. Wer weiß, vielleicht wird es nicht noch wärmer in 2018. Da zählt jeder Tag. Badestimmung bei den Bulli-Days.

Die Organisation ist vorbildlich. Viele interessante Aussteller finden sich, Teilemarkt ist vor Ort, und für´s leibliche Wohl ist bestens gesorgt.                  Hier geht´s zur Seite der Bulli-Days:  


 

Ein paar Eindrücke vom VW-Bus-Treffen:

 

Seltenes Kleinod, nicht nur hier bei den Bulli-Days: Ein lupenreiner, völlig originaler ATLANTIC in Bestzustand.

 

 

 

 

Absolut stilvoll gebaut, und obendrein total praktisch, zeigt sich dieser Eigenbau einer mobilen Küche, die ich in der offenen Schiebetür eines T4´s entdecke. Wunderschön stimmungsvoll sieht das alles aus, fast schon südländisch mediteran. Der Wert, den die Besitzer auf ein individuelles Fahrzeug legen, setzt sich hier auch ganz klar beim Thema Kochen fort. 

 

 

 

 

 Hier waren eindeutig handwerklich begabte Praktiker am Werk. Es bedarf schon einer gewissen Erfahrung, um entsprechend aller lieb gewonnenen Gewohnheiten und Rituale eine Küche zu bauen, die dann all´ diese Anforderungen erfüllt. Nutzen folgt immer einer bestimmten Ordnung, und hier in dem Fall auch einer bestimmten Ordentlichkeit.

 

 

 

 Von innen, wie auch von außen nutzbar, erkenne ich einen aufklappbaren Tisch. Sowohl bei der Zubereitung von Speisen, aber auch gut vorstellbar mit Kerze, Lampignon und 2 Gläser gutem Wein, trumpft dieses schöne Stückchen Möbel mit Gemütlichkeit und charmantem Eigensinn. Glückwunsch, sehr schön geworden !!

 

 

Nicht gerade selten sind die Kombinationen von Bussen + Anhängern. Zum Beispiel zum Transport von Campinggut oder eben auch sperrigem Zeug, was im gut erhaltenen Bus viellleicht zu Unmut führen mag. Aber auch kleinere bis größere Wohnwagen, quasi als eine Form von "2-Zimmer-Wohnerweiterung", sieht man immer öfter.

Was die Auswahl von Wohnwagen anbelangt...

....liegen die Erwartungen an Alter, Form und Größe....

...doch teilweise deutlich auseinander.

 

Aber es geht noch anders. Kein Camper, kein Wohnwagen. Dachzelt!!

Dachzelte sind mächtig im Kommen, da erlebe ich schon seit einiger Zeit eine wahre Renaissance. Man sieht sie auf Kombis, Pkw´s, Geländewagen und teilweise sogar auf Anhängern.

Viele Traveller und Abenteurer, die auch u.a. auf Youtube ihre Filme einstellen, nutzen auf Reisen diese individuelle Form der Übernachtungsmöglichkeit. Es vereinen sich auf geniale Art die Fortbewegung per Automobil und das Übernachten im Zelt.

 

 

Tolle Info´s

zum Dachzelt

gibts hier:

Für jeden, der keinen Camper als Fahrzeug besitzt, und nicht am Boden pennen mag, gibts kaum besseres, um die Situation im Auto zu entzerren, und ein Schlafen unterwegs überhaupt möglich zu machen. Wer sich intensiver informieren möchte, kann auf eine sehr rührige und kompetente Community zurückgreifen. Die Dachzelt- Nomaden veranstalten ein eigenes Festival, an dem sich alles zum Thema Dachzelt findet.


 

Der Sommer, warmer Wind, trockenes, kurzes Gras, und die Farbe Orange.

Das macht das Herz leicht

und hebt die Stimmung.

Es kann so einfach sein.


 Leben im und um den Bulli prägt. Was wir "Großen" gerne tun, und als für uns selbstverständlich ansehen, zeigt sich weitergegeben bei den Kindern als eine sinnstiftende Form von "Nachwuchsförderung".

Ich kann mich noch gut dran erinnern, wie das bei uns früher aussah. Da gab es zwar noch nicht diese vielen schönen, kindgerechten Bulli-Accessoires, wie wir sie heute kennen, aber eine bulli-affine, frühkindliche Prägung von einem einfachen, aber nachhaltigen Leben steckte da auch in Vielem. Es ist ein schönes, ans Herz gehende Bild, was ich da als Tagesgast von den Bulli-Days mit nach Hause nehmen darf.


DT-Classics

-Mai 2018-