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VW T3 WESTFALIA Club Joker: Reisen und Informationen

-Fotografie & Geschichten-


noggenixxe

TEXT Bulli-Tour Oberbergisches Land

 

Es ist Herbst. Kalendarisch schon länger, aber auch die Temperaturen bewegen sich abwärts. Unaufhaltsam zieht sie heran, und pärsentiert sich zunehmend als diese Jahreszeit, deren Charakteristik die Melancholie ist. Diese Stimmung ist nichts für jedermann. Aber ich mag sie. Wie ein seidenes Einstecktuch in einem Jacket, lugt sie in ihren erdigen, braun-grünen Farben hervor, und dringt in stilvoller Eleganz bis tief hinein in mein Gemüt.

 

 

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 TEXT Solo-Tour November

 

Es ist gut möglich, dass wir auf Reisen zu der Person werden, die wir jederzeit hätten sein können. Doch bestimmte Umstände, Zwänge und eigene Entscheidungen haben dazu geführt, dieser ursprünglichen Variante von uns selbst immer nur dann zu begegnen, wenn wir losgelöst agieren dürfen. Plötzlich fühlt sich alles leichter an, und gleichzeitig stellt sich eine Intensität ein, die sonst über lange Zeit so nicht vorhanden zu sein scheint. Im wahrsten Sinne des Wortes befreit schauen wir uns um, und finden uns plötzlich inmitten all´ der Wunder wieder, die wir eigentlich als undenkbar erachten.

2 Nächte, kaum mehr als 2 Tage, dementsprechend ist nur wenig Gepäck an Bord. Es rollt wunderbar. Nichts, als Windgeräusche und das gleichförmige Brummen der Räder am Asphalt, wie ich das liebe! Und so nehme ich das Gas noch etwas mehr zurück, es kommt eh nicht drauf an, ich habe alle Zeit der Welt.

In meinen gut 35 Jahren, die ich nun VW Bus fahre, habe ich einen Satz regelmäßig gehört. VW Bullis seien untermotorisierte Spritfresser. Das resultiert dann gerne in der Mischmeinung, mit viel zu hohem Verbrauch viel zu langsam unterwegs zu sein. Die gesellschaftliche Debattenlunte zum Thema ist kurz. Von daher ist es besser, man lässt jeden machen und freut sich an der eigenen Realität. Die treibt mir nach wie vor ein breites Schmunzeln ins Gesicht. Vor allem an so Tagen wie heute. Tage, an denen Geschwindigkeit noch weniger wichtig ist, als an anderen, und ich den nahezu geräuschfreien Lauf des Wasserboxers abfeiere.

 

Still ist es, und das ist gut so. Die wenigen CD´s, die ich mir für unterwegs ausgewählt habe, stecken nach wie vor in der Türablage.

 

Heimfahrt. Der Tag ist lang, ich habe Zeit, beste Voraussetzungen für eine Genußschleife im besten Flanierfahrzeug der Welt. Es ist wie immer. Ich freue mich diebisch auf daheim, und möchte trotzdem gerne immer weiter fahren.

 

 

 

 

 

Mein Interesse, mich im Thema E-Mobilität mit........ Mehr und mehr sehne ich mich zurück in die Zeit, als man abends am Feuerchen saß, und sich bei Wein, Brot und Käse eine Grundsatzdebatte Benziner <> Diesel entfachte. Gut erinnern kann ich mich, wie das so lief. Jeder hatte seine Meinung. Und Andere hatten teils andere Meinungen. Und aus den eigenen Erkenntnissen, Überzeugungen und Vorlieben heraus wurde argumentiert. Das ging teils hitzig zu, und zum Schluß war klar, viele Wege führen nach Rom, Paris, Pusemuckel, Berlin. Heute sieht das anders aus. Eine zweite Meinung öffentlich äußern, ist Harakiri. Nur noch ein Weg führt irgendwo hin. Wer die Macht hat, hat die Weisheit. Alle anderen haben nicht nur keine Meinung mehr, sondern einfach keine Ahnung. Sie müssen auf eigene Kosten umfangreich therapiert, umerzogen, und auf den Weg geschickt werden, der weder erwünscht, gewählt, oder finanzierbar ist. Das ist der Rückflug in die demokratisch-liberale Steinzeit, und an pervertierter Barmherzigkeit kaum zu überbieten.

 


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