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2025 war mehr als nur ein Jahr im Kalender. Es hat uns allen sehr deutlich gezeigt, wie High-Tech, Gesellschaft und Alltag sich gegenseitig antreiben und uns alle vor große Herausforderungen stellen. Viel Gutes war dabei, aber die Mischung aus Arroganz und Dummheit hat auch viele Feuer entfacht, die sich nicht mal eben löschen lassen. Ob dazu immer die passenden Antworten gegeben werden, mag ich nicht beurteilen. Als schwierig empfinde ich eher die Fragen, die dazu gestellt werden. Diesen Themen, den News, die uns tagtäglich in die Time-Line gespült werden, möchte ich allerdings nicht noch mehr hinzufügen, es soll hier nicht um diese Dinge gehen.
Einladen möchte ich Euch zum Jahresende viel lieber,
hier auf DT-Classics etwas anders auf uns und die Welt zu schauen,
als wir das vielleicht sonst üblicherweise am Jahresende tun.
Sehr oft bin ich klassisch unterwegs. In alten Fahrzeugen, mit alten und weniger alten Kameras, in historischen Städten und ursprünglichen Landschaften, und nicht gerade selten auf meinen 2 eigenen Füßen. Doch wer wie ich auch eine Online-Präsenz bedient, hat es in 2025 deutlich vernommen: Automatisierung und KI nehmen große Bereiche in den Blick – im Grunde genommen, alles. Und darüber hinaus, überschwemmen uns vermeintlich schlaue Helferlein, die unser Denken und Handeln erst analysieren, und dann durch kanalisierte Angebote die Spielräume einengen und begrenzen. In allen Bereichen, bis hin zu Unterstützungen in Beruf und Schule, verändern sich dadurch Gewohnheiten, Arbeitsweisen und Lernpfade.
Die Datennutzung – so will ich das mal profan nennen - bleibt ambivalent. Sie bringt sicherlich an mancher Stelle Effizienz und personalisierte Erfahrungen, aber sie eröffnet auch Fragen zu Privatsphäre und Verantwortung. Langlebige Klassiker stehen neuen Trends gegenüber. Verbrenner vs. E-Auto ist da nur eins von unzählig vielen Beispielen. In der digitalen, schönen, neuen Welt zählen Beständigkeit und Innovation gleichzeitig. Nicht gerade selten fühlen wir uns alle dabei herausgefordert, zeitlose Qualität mit modernem Fortschritt zu verbinden. Um das zu verstehen, muss man auch keinen Computer starten. Wer einmal mit einem 78 PS-Bulli über Schweizer Alpenpässe gefahren ist, und hat im Rückspiegel Autos ohne Leistungslimit näher kommen sehen, der weiß, was ich meine.
2025 zeigte aber auch erneut, wie flexible Jobs und lebenslanges Lernen zusammengehören – und wie wichtig genau darin klare Werte, Ethik und menschliche Kontakte bleiben. Digitale Räume – alles schön und gut! Aber was wir in ihnen als Nähe empfinden, könnte gleichzeitig Oberflächlichkeit fördern. Die Kunst ist, echte Verbindungen zu pflegen. Übrigens legen wir genau damit die KI aufs Kreuz, denn das begreift sie nicht. Im Rückblick auf 2025 fallen mir viele Momente ein, die genau das inne hatten. Ob zum Thema klassische Automobile, zum Thema Reisen, zum Thema Fotografie, und allen voran zum Thema Freundschaft – ein Zauber lag über den echten Erlebnissen mit echten Persönlichkeiten.
Ich möchte nicht behaupten, dass wir das echte, das analoge Leben verlernt haben. Ich befürchte allerdings, wir nutzen es nicht so, wie es sinnvoll wäre. Mit DT-Classics pflege ich diesen Spagat permanent: Nähe statt Oberflächlichkeit, Emotion statt Blabla, Tiefe, statt dünn drüber. Wenn es gelingen mag, mit meinen Geschichten zu Klassikern, zu Reisen, und zum Menschsein an sich, die Brücke zwischen früher und morgen, und zwischen uns Menschen zu schlagen, würde mich das glücklich machen.
Gewohnheiten verschieben sich, Bedürfnisse bleiben. Oder...? Wir bewegen uns permanent im Feld von Sicherheit, Bedeutung und Zugehörigkeit. Geht es Euch auch so? Gerade dieses ruhelose Jahr 2025 hat gezeigt, wie Menschen oftmals verzweifelt ihren Platz und ihren Sinn suchen – in Arbeit, Gesellschaft, Beziehungen und Hobbys. Nicht zufällig erscheint da die Tatsache, auf jeder zweiten Seite den Begriff „Resilienz“ zu lesen. Sich des Eigenschutzes zu ermächtigen, steht ganz weit oben auf der Agenda der Vorgaben für ein neues Jahr. Aufpassen sollten wir allerdings dabei, uns nicht zu vereinsamten Selbstoptimierern zu machen, denn nur vielfältige Sichtweisen, Lernwege und Lebensentwürfe stärken Einzelne wie auch Gemeinschaften.
Jeder von uns formt mit seinen Entscheidungen mit – beim Konsum, im Umgang mit Tech, im Engagement für andere, und ganz besonders für sich selbst. Können wir uns sicher ein, unser Gegenüber tatsächlich noch zu „erkennen“? Es wäre wünschenswert, wenn wir uns selbst befähigen würden, wieder mehr Transparenz für Echtheit zuzulassen. Diese neutrale Stille und wagnislose Leere, dieses zurückgezogene Schweigen, diese Angst vor Denunzierung und sozialer Ausgrenzung, das dumpfe Dasein wie die Morlocks, das Erleben von Ächtung, und das Gedränge in engen Meinungskorridoren, das macht was mit uns und hat es längst.
Bleiben wir menschlich – und mitmenschlich! Machen wir uns zum Wissenden bei der Kontrolle über unsere Daten, zum Hüter von Werten und Standpunkten, und bewegen wir uns weiterhin innerhalb eigener ethischer Leitplanken. Wir haben es wirklich nicht nötig, nur zwei Varianten auszuleben: Uns einzugraben, oder fies zu sein.
DT-Classics ist mehr als nur die Webseite eines verklärten Träumers. Mit alledem, was ich hier publiziere, möchte ich dazu einladen, zeitlose Werte mit frischem Denken zu verbinden, und das in aller Klarheit, Qualität, Spiritualität und Menschlichkeit. Wir können es gemeinsam ganz prima hinkriegen, und es gibt längst gute Beispiele dafür.
Die Fotos dieses Artikels sind übrigens entstanden mit einer FUJICA ST 801 von 1975.
Fortschritt – und das in jeder Hinsicht - ist viel mehr als nur eine Sammlung neuer Gadgets. Fortschritt geht einher mit einer Frage nach unseren Werten, unserem Miteinander und unserer Vision von Zukunft. Irgendwo in alledem steckt auch das Weihnachtliche, nach dem wir uns so sehr sehnen. Ich finde, dass das vor allem Offenheit benötigt. Im Sein für sich selbst, und im Miteinander. Gerade dieses Miteinander in Offenheit beschäftigt mich. Denn es macht einen Unterschied, sich gegenseitig nur zu dulden, oder tatsächlich gegenseitig anzunehmen und zu akzeptieren.
Bedanken möchte ich mich für alle Aufmerksamkeit, für euer geschätztes Interesse, für alle eure schriftlichen Kommentare und realen Kontaktaufnahmen, für jedes gemeinsame Erlebnis im wahren Leben, für den wohlwollenden Blick auf mein gesamtes Tun und Schaffen, für euer Fordern, Fördern und für alle Unterstützung! Danke sehr, dass ihr Alle gerade auch hier Teil dieser spannenden Reise seid - bei DT-Classics - wo Klassiker auf Moderne treffen, und wir alle gemeinsam irgendetwas Schönes, Gutes und Sinnvolles gestalten.
Für das neue Jahr 2026 wünsche ich Euch und uns allen so etwas wie die Wiedergeburt des gesunden Menschenverstandes. Machen wir diese wunderbare Eigenschaft wieder zur Tugend, und stellen sie über Ideologie und Moral.
Euch und euren Familien wünsche ich Frieden,
Zufriedenheit, Glück, Gesundheit, ein gutes Auskommen,
und die Gunst der guten Mächte.

Beseelte Weihnacht
und ein optimistisches Ankommen
im neuen Jahr!
Von Herzen grüßend,
Euer Dirk Trampedach
2025 © DT-Classics





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Werner (Montag, 29 Dezember 2025 14:07)
Lieber Dirk,
vieles ließe sich sagen, schreiben und/oder argumentieren..... Oder eben auch nichts. - Manchmal bleiben Texte einfach so für sich selbst stehen. Weil sie selbst etwas zu sagen haben. Ohnehin schreiben und sprechen wir zuviel, ohne vorher gedacht oder auch nur einen Gedanken gehabt zu haben,
Danke für deine guten Fotos, deine Texte, deine Haltung. - Und für dich selbst. Auch ohne dich persönlich zu kennen, kenne ich dich irgendwie... und irgendwie so analog.
Ich wünsche dir für das neue Jahr alles erdenklich Gute. Viel Analoges vor allem. Das darf dann auch manchmal etwas Glitter tragen.
In Verbundenheit,
Werner
Dirk von DT-Classics (Dienstag, 30 Dezember 2025 22:02)
So ist das, lieber Werner,
räumliche Distanz und bislang nicht stattgefundene Begegnung
machen dennoch möglich, Zugänge und Miteinander real erlebbar werden zu lassen.
Ich freue mich sehr über die "Welle"; den "Draht", den wir ja schon recht lange haben.
Das ist vielleicht auch sowas wie die wahre Bestimmung eines Blogs.
Ohne Resonanz, wie diese, würden alle unsere Niederschriften zu einem
digitalen Tagebuch verkommen. Es ist was Schönes, von Dir zu lesen -
vor allem auch auf deiner Webseite!
Komm´ heil an in 2026!
Herzlich, Dirk