It` s Showtime!

 

Die Vielfalt von außergewöhnlichen, klassischen Fahrzeugen ist nicht minder bunt und interessant,

wie die der Menschen, die sich hinter diesen Automobilen verbergen.

 

DT-Classics schließt daher die Kluft zwischen Biographien und "Auto"biographien.

Unsere herrlichen Klassiker sind ein wunderbares Medium, denn sie "bewegen" uns.

 

Viel Freude beim Lesen und Anschauen!

 



VW Bus T3, der lichtgraue Kasten voller Erinnerungen

Jürgen Krückel

 


 

 

Der VW Bus T3 ist nicht gerade ein Automobil, das man als Exot bezeichnen könnte. Denn wahrscheinlich gibt es kaum ein Fahrzeug, über das so ausgiebig berichtet, geschrieben und erzählt wurde, wie über den VW Bus insgesamt, und den T3 insbesondere.

 Sein gerne fehlgedeuteter Ruf, nur die Lücke zwischen dem Vorgänger T2, und dem T4 mit Pkw-Flair als schlecht motorisierte "Notlösung" gefüllt zu haben, ist längst verhallt. Der letzte wahre Heckmotor-Bulli ist als Dauergast auf der Überholspur der echten Klassiker unterwegs. Im Bernsteinzimmer der Oldtimerriege an-gekommen, hat er sich in den offiziellen Bestenlisten leise, still und (un-)heimlich unter den Top-10 etabliert.

 Wir ahnten das schon immer, und erzählen seit je her all´ die wunderbaren Geschichten. Zu den endlos vielen bekannten oder weniger bekannten Stories rund um das beste Auto der Welt fügt sich aber immer wieder eine erzählenswerte hinzu, so auch diese.

 Diese Geschichte ist brandaktuell, und beginnt streng genommen doch schon in der guten, alten Zeit. In jener, als es noch möglich war, das beste Auto der Welt als Neuwagen, Jahreswagen, oder jungen Gebrauchten zu (er-)fahren.

 

13 Kommentare //

 

 Dass man als Besitzer damals zu den Begünstigten und Glücklichen gehörte, wurde nicht unmittelbar so empfunden. Jedenfalls einer dieser Glücklichen mit Bulli war Herr Krückel, Vater meines Freundes Jürgen. Sein Bezug zu dem damals besessenen VW Bus T3 muss schon sehr viel mit Glück zu tun gehabt haben. Er erstand den Bus als jungen Gebrauchten, versah ihn mit einer leichten, einfachen Campingausstattung, und machte das Beste damit, was man tun kann: Er ging mit seiner Familie auf Reisen, und lebte seinen Traum!

 Übrig geblieben aus jenen Tagen ist Jürgens lichtgraue Erinnerung daran, und seine Leidenschaft für den VW T3 Transporter. Genau genommen zu exakt jenem lichtgrauen Kasten, wie ihn sein Vater besaß.

 

Dieser Showtimer, diese erzählenswerte Episode, ist aber auch noch viel mehr. Es ist eine Rückbesinnung, Wiederbelebung, und Transformation der Emotionen in die Gegenwart. Und es ist ein Teil der Geschichte von Lisa und Jürgen, und einem Koffer voller Erinnerungen.

 

 Über die wunderbare Möglichkeit der Veröffentlichung hier bei DT-Classics freue ich mich sehr!

 



Jürgen Krückel, sein lichtgrauer VW T3 Transporter, und ein Koffer voller Erinnerungen.


 

 

Jürgen Krückel:

 

"...Es war das Jahr 1981, als mein Vater den brandneuen, lichtgrauen T3 Kasten von seiner Firma das erste Mal mit nach Hause nahm. Ich war gerade mal 8 Jahre alt!  Es muss einer der ersten T3 mit dem Saugdiesel Motor gewesen sein, da meines Wissens im gleichen Jahr der T3 mit dem 1,6l Saugdiesel auf den Markt kam. Ich weiß genau, dass dieser T3 noch die geschlossenen, dunkelbraunen Kopfstützen vom T2 hatte. Verrückt, welche Details man sich als 8 Jähriger schon gemerkt hat. Das Gefühl, welches mich beschlich, als ich das erste Mal Platz in dem Wagen genommen hatte ist heute noch wie auf Knopfdruck da, wenn ich an diesen Tag denke..."

 

Originalfoto, 1988

Originalfoto, 2022


"...Trotz dessen, dass es nur ein Arbeitsauto war, war das Schicksal relativ gnädig mit diesem Bus. Nach ungefähr 3 Jahren, mehreren Motorschäden, und einer letztmaligen Überhitzung, hatte der Chef meines Vaters die Nase voll, und ließ durchblicken, dass der Bus "weg kommt". Mein Vater kaufte den Bus, ließ den Motor reparieren und dann stand er plötzlich in unserem Hof. Etwas gezeichnet von den 3 Jahren heftigster Benutzung begann nun sein zweites Leben. Die Basis war wirklich gut, und wir putzten, polierten, was halt damals so ging..."

Originalfoto, 1988

Originalfoto, 2022

 

 


                                                   Neuzeit!

 

"...Es handelt sich hier um ein 84er Modell, genau das Jahr, als mein Vater seinen T3 damals kaufte. Und so gibt es noch weitere Parallelen. Mein Vater war zu dem Zeitpunkt, als er den T3 kaufte exakt so alt wie ich jetzt! Der Bus sieht vom Zustand genauso aus wie unserer damals, die Nutzungsspuren waren ähnlich wie die des "Originals", nur das hier knapp 38 Jahre dazwischen liegen. Und genau aus diesem Grunde darf dieser nun die Kratzerchen und Dellchen auch behalten..."

 

 Es hat sich so einiges verändert. Die Zeit, die Welt, das Leben, jeder einzelne von uns, die Einstellung, und sicherlich auch die Nutzung von sogenannten Nutzfahrzeugen.

 

 Das wird schlagartig klar, als sich das Scheunentor öffnet. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt schon ein elektrisch öffnendes Scheunentor gesehen habe, hinter dem ein ehemaliges Arbeitsgerät steht. Hier ist jedenfalls eins.

 Der lichtgraue Transporter, der dahinter zum Vorschein kommt, strahlt über´s ganze Gesicht. Und mir geht das sehr ähnlich.

 


 
 Den 1984er Bulli aus der engen Scheune bugsierend, bringt Jürgen den Wagen heraus an die Sonne. Das wird ihm bestens gefallen, hat er doch, von der Erstzulassung bis zu Jürgens Erwerb in 2021, sein ganzes Leben in der sengenden Glut von Bella Italia verbracht. Draußen angelangt, erzählt Jürgen weiter:
"...Diese Zeiten damals haben mich dermaßen geprägt, dass es klar war, irgendwann selbst einen T3 zu fahren. Bei allen T3-Bussen, die ich gekauft habe, war die Suche immer mit dabei nach einem lichtgrauen Kasten, ab besten mit dem Saugdiesel und dunkelbrauner Innenausstattung. Und jetzt ist es wieder da, dieses gleiche ehrfürchtige Gefühl und sogar die typischen Gerüche sind wie damals. Das ist eine Besonderheit, die ich so bisher bei keinem anderen Auto erlebt habe. Gerade die Transporter riechen innen alle gleich, und das auch noch nach fast 40 Jahren. Unfassbar..."

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Es hat Zeiten gegeben, und die waren lang, in denen sich nach einem VW Bus T3 als Transporter genau niemand umdrehte.

Uni-Lack, auf Stahlfelgen, nicht tiefergelegt, und vorne die braunen Kunstledersitze  da brauchte man als überzeugter Fan schon...

 

...etwas Selbstvertrauen, um bei Tageslicht damit aufzukreuzen. Das hat sich nun mittlerweile entgültig verändert.

 


Poliert, mit nostalgischen Weißwandreifen versehen, und wirkungsvoll, aber dezent auf Scheiben in grün-colour umgerüstet,

wird aus einem vormals grauen Handwerkermäuschen ein echter Hingucker.

Es ist nicht nur der VW Bus, der die Menschen weltweit verbindet. Es ist auch das charmante Lächeln seiner Fahrer.


 Hier in Mainfranken ist vom Gefühl her der Süden nicht weit. Wir verlassen den Ort und begeben uns auf die Landstrasse. Die 50 Diesel-PS kriegen langsam Temperatur, und der kernige Selbstzünder brummt wohlgewärmt in seinem unverwechselbaren Stakkato den Feldern entgegen. Und der Koffer voller Erinnerungen geht mit auf Tour. Für Jürgen ist jede einzelne Fahrt wie ein Schritt zurück in die Vergangenheit, dort am Platz hinter dem großen, filigranen Transporterlenkrad, mit all´ den typischen Transporter-Gerüchen & -gefühlen. Sowas ist einfach unbezahlbar.
 Ob sich die Landschaft freut, endlich nochmal einem Klassiker als Kulisse zu dienen, oder ob sich der Oldtimer freut, standesgemäß bewegt zu werden, bleibt wie immer ein Geheimnis. Die Natur dreht jedenfalls die Regler hoch, und leuchtet was das Zeug hält.

 

Man möchte nur hinschauen, hinschauen, hinschauen.

Es braucht einfach immer etwas an eigener Zufriedenheit,

um das Besondere im Schlichten sehen zu können.

 

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"...Weil bei Ankauf hinten noch zwei Längsstangen eingebaut waren gehe ich davon aus, dass es sich wohl um Marktverkäufer gehandelt haben muss, wahrscheinlich Kleidung o.ä. Der Laderaum sah fast jungfräulich aus, kein zerbeulter Ladeboden oder nach außen gedrückte Dellen in den Seitenwänden. Von Rost keine Spur an diesem Fahrzeug..."

 

 

 

 

"...Von der technischen Seite

waren lediglich Kleinigkeiten zu reparieren,

wie z.B. Bremsschläuche vorne,

beide Lenkmanschetten, beide Spurstangenköpfe,

sowie ein undichter Kupplungsnehmerzylinder und diverse andere Kleinigkeiten.

 

Danach ging es zur Vollabnahme zur Dekra,

welche "ohne Mängel" bestanden wurde.

Ebenso das Gutachten zur Erlangung

des H- Kennzeichens..."

 

 Es mag ein wenig seltsam anmuten, von einem offensichtlich emotionslosen Haufen Blech auf Rädern hin und her chauffiert zu werden zwischen den eigenen Welten, den Zeiten, den Menschen und Erinnerungen.

 

 Für mich als Journalist und Fotograf ist es nicht das erste Mal, dass in der Geschichte eines Showtimers auch der Vater eine Rolle spielt. Wenn ich den lichtgrauen T3 hier vor den Toren Iphofens sehe, und stelle mir vor, dass das genau so vor über 30 Jahren schon einmal so war, wird eines schlagartig klar: 

 

Zurück daheim.

 

 Unsere Geschichte ist eben nie nur unsere Geschichte. Jeder kommt von irgendwo her, und das, was wir zu empfinden in der Lage sind, hat wohl dort weit hinten seinen Ursprung.

 

 Sich dann jetzt und hier einfach mal umdrehen, innehalten und den Dingen ihren Raum geben, verknüpft das da hinten mit dem da vorne.

 

 Es ist wie der Koffer, den einer dem anderen weiterreicht, und in dem alles das steckt, was vonnöten ist. Erinnerungen, Liebe, Zuversicht, Rüstzeug für den Weg.

Es gibt definitiv nichts, was noch einladenderer wäre, als die geöffnete Schiebetür eines so toll eingerichteten Bullis.

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Es mag ein Traumfänger sein.

Oder ein Erinnerungsfänger.

Und es träumt sich wunderbar

in einem solch´ traumhaften Gefährt.

Egal, wieviel man auch sieht,

manche Geheimnisse bleiben welche.

 


 Hoch oben in den Weinbergen weht heute morgen noch ein rauher Wind. Den hat der kalte Tag gestern übrig gelassen. Trotz hellem, sonnigen Licht mag es einfach nicht gelingen, irgendwo länger zu sitzen. Also schicke ich Jürgen in seinem Klassiker auf eine Runde durch die Weinberge. Die Sträßchen sind allesamt geteert, und wie es scheint, straffrei zu befahren. Gelegenheit für mich, samt Kamera von einem guten Winkel zum nächsten zu eilen, und durch den Sucher schauend, dem lichtgrauen Kasten durch die weinselige, grüne Welt zu folgen.

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"...Und irgendwann bleib I dann durt
Lass' alles lieg'n und steh'n
Geh' von daheim fuer immer fort.

Darauf gib' I dir mei Wort
Wieviel Jahr' a noch vergeh'n
Irgendwann bleib I dann durt..."
-Gert Steinbäcker (STS)-
 
 Im VW Bus unterwegs zu sein, ist Freiheit & Frieden pur vom ersten Meter an. Alles relativiert sich. Enfernungen schrumpfen, Probleme werden klein oder verschwinden gänzlich, und die alltäglichen Erschwernisse finden keinen Platz mehr in dem so leichten Herz, mit dem man auf einmal durch die Welt fährt. Am Schönsten ist es immer anderswo, so der Eindruck. Aber stimmt das überhaupt? Wir sind doch schließlich auch auf Reisen dauerhaft daheim, hier, im kleinen Reich zwischen Heckklappe, Schiebetür und dem Sitz auf der Vorderachse.

 

"...Für mich zählt Originallack sowieso mehr als nachlackierter Note 1 Zustand. Beim Ausbau ging die Überlegung bzw. die Suche zunächst nach möglichst  den gleichen oder ähnlichen Möbeln wie beim Original, leider konnte ich bis heute nichts finden. Aus diesem Grunde haben wir uns dazu entschieden, diesen Bus Ton in Ton zum schönen Lichtgrau im Vintage Look auszubauen..."

 

 

 Wer von daheim schlechte Straßen gewohnt ist, und glaubt, das wäre bundesweit überall so, der war noch nicht hier. Blitzeblanker Asphalt, so weit Auge und Kraftstoff reichen. Bei diesem Fahrzeug wird sicherlich eher der glatte Straßenbelag ausgehen, denn der schräg im Heck liegende Serien-Sauger ist zwar drehfreudig, aber trotz des schweren Busses mehr als genügsam.

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 Es gibt eine ganze Reihe schöner Anlässe, bei denen der Kontrast zwischen klassischen Automobilen und hochmoderner Architektur einen Reiz ausübt, dem sich keiner entziehen kann. Aber es gibt auch Gelegenheiten, wo dem nicht so ist. Mit einem lichtgrauen VW Bus und einem Koffer voller Erinnerungen, da bleibt die erste Wahl eine Kulisse, bei der es gelingt, diesen Erinnerungen hinterher zu folgen, tief hinein in die Vergangenheit.

 

 

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 Schon verrückt irgendwie, man fällt hier im Ort mit einem Neuwagen fast noch mehr auf, als mit einem Klassiker. Wer allerdings mit dieser Form und dem Klang eines T3´s etwas verbinden kann, dem fällt der Wagen sicherlich sofort auf. Und vielleicht sitzt ja doch hier und da noch jemand hinter einem der gemütlich wirkenden Fenster, und erinnert sich plötzlich, dass vor über 30 Jahren hier schon einmal genau so ein grauer VW Bus zu sehen war.

 

 

 Uns zieht es in die Felder. Oder besser gesagt, in die Wiesen! Die Wildblumen blühen, und was könnte schöner sein, als sich dort niederzulassen!? Naja, auch zwischen den Blumen auf der Landstraße zu cruisen, darf hier und heute keinesfalls zu kurz kommen.

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"...Bei der Zulassung dann die nächste freudige Überraschung: Das Kennzeichen des "Originals" war rein zufällig frei und verfügbar, für mich persönlich das Sahnehäubchen oben drauf. Dass das Geburtsjahr meiner Freundin 9/86 ist lässt schon sehr stark vermuten, dass hier das Schicksal gut mitgemischt hat..."

 

 

 Kleinod auf Rädern. Für einen kleinen Moment gerät die zeitliche Orientierung in Unruhe. Ist gerade echt 1984? Jenes Jahr, in dem noch die Mono-Cassettenrecorder aus dem Radio aufgenommene Songs heraus krächzten, die Teile unserer Geschichte schrieben? "Jump", Van Halen, "Dancing in the Dark", Bruce Springsteen, "Owner of a lonely heart", YES, "Borderline" von Madonna?

 

 Natürlich, es ist das Jahr 2022, doch die Songs laufen nach wie vor, und auch die mit Chromdeckeln veredelten Weißwand-Räder eines schönen, lichtgrauen Transporters drehen sich immer noch. Und sobald sich Heckklappe und Schiebetür öffnen, werden sie hier und jetzt ein bisschen lauter, die melancholischen Klänge der Erinnerungen.

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Die Einrichtung ist von gestern. Genial.

Es muss nicht immer alles neu sein.

Leben hinterlässt Spuren. Wie gut.


 

 

 

Die Geschichte um Jürgen und die VW Busse, und die Sache mit dem Koffer voller Erinnerungen, wäre nicht in dieser charmanten Umsetzung in diesen lichtgrauen Transporter übergegangen, wenn nicht Lisa ihren Teil dazu beigetragen hätte. Selbst von klein auf im T3 "groß geworden", werden sicher auch ein paar ihrer eigenen Erinnerungen wieder wach.

 

 Geschichten muß man nicht komplett neu schreiben. Vielleicht kommen nur neue Kapitel hinzu, und oftmals macht es einfach auch die neue Handschrift aus, mit der sie geschrieben werden. Wie unnachahmlich und stilvoll das sein kann, zeigt sich dann von ganz alleine.

 

 Mir ist oftmals schleierhaft, woher jemand die untrügliche Sicherheit nimmt, Dingen einen Platz zuzuweisen, von dem aus diese plötzlich warm zu strahlen beginnen. Ich stelle mir dann vor, dass es ähnlich abläuft, wie bei der Fotografie. Die Intuition, Situationen ihrer Wirkung nach zu erfassen, und nicht ihren Dingen nach, ist vielleicht vergleichbar mit dem, was sich hier findet. Und ein Segen ist es, sich nicht erklären zu müssen. Man tut dann, was man fühlt.

Lisa und der Bus. Das passt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 Selten habe ich einen so stimmungsintensiven,

liebevoll eingerichteten Bulli zu sehen bekommen,

der bis ins Detail denen entspricht, die ihn nutzen.

 

 Lisa & Jürgen haben etwas geschaffen,

bei dessen Anschauen man nichts vermisst.

 

 Hier ist nichts vergessen worden,

und es ist auch nur das dort,

was dort sein sollte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Kommode, ein Buch, ein Hut, und frisches Obst.

Manchmal ist das alles, was man braucht. Na, fast.

Ein guter Wein zum Abend mundet hier extra gut.

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Mehr Fülle in stilvoller Bescheidenheit geht kaum.

Alles hat seinen Platz.

Erst dann stimmt alles.

Wohlbefinden, Behaglichkeit, Wärme, Stille,

Zuversicht, Reichtum, Glück, Refugium, Liebe.

 


 Die gute, alte Stube in neu. Die gute, alte Schlichtheit in neu. Die gute, alte Idee des Herrn Krückel in neu, und der große, alte Koffer voller Erinnerungen, ausgepackt und lebendig werden lassen. Das ist allerdings nicht neu; es ist das gute, alte Leben.

 Es wäre zu einfach, einen Koffer nur darauf zu reduzieren, mit ihm irgendeiner Welt lebewohl zu sagen, und in eine andere zu ziehen. In einen Koffer passen nicht endlos Dinge hinein, aber für das Wichtigste eines Menschen sollte in ihm Platz genug sein. Es will daher überlegt sein, was man hinein packt, und vor allem, was wirklich wichtig ist. Erinnerungen gehören zweifelsohne dazu.

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Im VW Bus unterwegs, erlebt man den Tag nicht innen, sondern draußen. Im weichen, warmen Gras, auf Decken und Kissen, kommt man den ursprünglichen Dingen erstaunlich nah. Erst durch das kleine Innere wird das große Ganze da draußen real.

Der Vorhang öffnet sich, und das Schauspiel beginnt.

Obwohl sich nichts Unbekanntes auftut, scheint plötzlich doch alles vielfach frischer, reichhaltiger und lebendiger.

Ein Glück, zu erkennen, endlich angekommen zu sein.

 

 


 

 

 

 

 

"...Mein Dank gilt meiner Freundin Lisa,

die an vielen Details und der Unsetzung der Idee

mit ihrer Kreativität als Ideengeberin

großen Anteil hat..."

 

 

 

 

 

 Es ist eine gute Idee, einem Koffer das Stigma von Abreise, Trennung, Lebewohl und Traurigkeit zu nehmen, und stattdessen etwas in ihm aufzubewahren, das verbindet. Erinnerungen zum Beispiel. Erinnerungen an das, was mal war, was jetzt gilt, und was in die Zukunft trägt. Ein grauer, rollender Kasten samt einem Koffer voller Gemeinsamkeiten, das ist eine ziemlich gute Idee.

 


 

Jürgen Krückel und der lichtgraue VW T3 Transporter.

Lieber Jürgen,

 

mit großer Gespanntheit bin ich auf diesen unseren zweiten Showtimer zugegangen. Ebenso spannungsvoll, wie auf den lichtgrauen Kasten, dessen Mystik dem Artikel vorauseilte. Es ist ein herrliches Objekt geworden, mit unfassbar hohem Spassfaktor, und einer stimmungsvollen Einrichtung.

 

 

 

Dieser lichtgraue VW T3 Kasten trägt unmissverständlich deine Handschrift, aber eben nicht nur. Lisa und Du, ihr habt da was geschaffen, mit einer Ausstrahlung, die jedem und allem Raum gibt.  Etwas, das die Perspektiven einer Zukunft verwoben hat mit einem Koffer voller Erinerungen.

 

                                                                    Dirk Trampedach

 



2022 © DT-Classics


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Kommentare: 14
  • #1

    Rechtslenker (Dienstag, 31 Mai 2022 11:55)

    Phänomenal, ich habe erst fast zum Schluß bemerkt, mit wie wenig Bullifakten sowas Tolles auskommen kann. Einzigartig gut gemachte Story, danke dafür und auch allen Beteiligten.

  • #2

    P. Schnutz (Dienstag, 31 Mai 2022 13:57)

    Hallo DT-Classics, nach längerer Pause von solchen typisch hochkarätigen Beiträgen ist das hier einer, bei dem ich froh bin zu sitzen. Der haut einen sonst um. Danke für den Mut, so ein Gefühlskino zu veranstalten, das macht die Welt reicher.

  • #3

    Adrian Heina (Dienstag, 31 Mai 2022 15:32)

    Ich schliesse mich den Komplimenten an. Exzellente Story, wie immer hervorragend erzählt und fotografiert. Toller Bus. Wow!

  • #4

    Ben (Dienstag, 31 Mai 2022 19:49)

    Ganz großes Tennis Dirk.
    Wie immer top geschrieben und Sahne Fotos ! Das macht Lust auf mehr �

    Beste Grüße aus dem Hauptquartier sendet Dir Ben

  • #5

    Wolfgang Otter (Mittwoch, 01 Juni 2022 06:56)

    Hallo Jürgen.

    Ein schöner Bus und eine (fast noch schönere) Geschichte! Ja, es gab Zeiten, da war der T3 eher der wenig geliebte Typ der VW Transporter-Gemeinde. Abgesehen vielleicht von Studenten oder Campern. Das hat sich gründlich geändert, ist er doch der letzte Heckmotor-Bus.

    Wie auch immer, ich wünsche euch viele schöne Fahrten, und wer weiß: vielleicht treffen wir uns mal wieder. In Italien. Am Lago di Garda. Am Campingplatz. :-)

  • #6

    Lars Rickl (Mittwoch, 01 Juni 2022 09:39)

    Um den gesamten Jahresmüll so mancher Van Page zu deklassieren, genügt DT-Classics genau 1 Showtimer. Alle Daumen hoch und vielen Dank dafür.

  • #7

    Börne (Mittwoch, 01 Juni 2022 11:52)

    Spitzen Bulli und spitzen Showtimer!

  • #8

    Dirk von DT-Classics (Donnerstag, 02 Juni 2022 06:18)

    Hallo zusammen,

    für die gehaltvollen Kommentierungen möchte ich Euch/Ihnen herzlich danken!

    MfG, Dirk Trampedach

  • #9

    W. Düber (Freitag, 03 Juni 2022 12:49)

    Stark, wie sie es meistern, Leute mit ihren eigentlich intimen Geschichten so wertschätzend abzubilden. Das zeichnet ihre Beiträge aus, und es scheint eine besondere Gabe zu sein, das Vertrauen dafür zu erzeugen. Lesen und Fotos sehen hat Spass gemacht, danke!

  • #10

    T3Fan (Sonntag, 05 Juni 2022 18:19)

    Hallo Dirk,

    wieder ein super Showtimer mit einem wirklich phantastischen Mix aus Busfotos und Text. Steigerung ist für mich erkennbar. Das ist bislang der beste Artikel in dieser Rubrik. Aber nur bis zum nächsten :-)

  • #11

    M. Meyer (Montag, 06 Juni 2022 15:12)

    Hallo, bin nach längerer Abstinenz nochmal hier, und dann den Beitrag als ersten gelesen. Da frage ich mich, wie mir das passieren konnte. Privat wie beruflich bin ich online auf zig Kanälen unterwegs, DT-Classics sticht allerdings einzigartig gut hervor.
    LG, MM

  • #12

    T. Exo (Mittwoch, 07 September 2022 20:24)

    Super Bulli und Beitrag, um welchen genauen lichtgrau Farbton handelt es sich eigentlich.? RAL 7035?
    LG

  • #13

    Jürgen Krückel (Montag, 19 September 2022 09:29)

    Hallo T. Exo, es handelt sich bei meinem Bulli noch um die originale Lackierung im VW- Farbton "Lichtgrau L345"!
    LG Jürgen

  • #14

    Alfred Spitzer (Dienstag, 20 September 2022 11:54)

    Eine echte Love-Story, die man verfilmen könnte. Da stimmt aber auch alles. Arrangements, Text, und ganz klar die Fotos. Mein Kompliment!

 

Weitere SHOWTIMER- Beiträge finden sich hier:


 

Bitte aufgepasst!

 

Sollten auch sie Besitzer eines "Showtimers" sein, und sich vorstellen können, mit ihrem Automobil, der Story, und ihrer Person die Show zu bereichern, sind sie herzlich eingeladen, diesbezüglichen Kontakt herzustellen.

 

Zum Ablauf und zu ihrer Sicherheit:

Bzgl. der Showtimer-Präsenz werde ich mit ihnen im Vorfeld alle Details der Herstellung und Publikation besprechen. Ich veröffentliche nichts, zu dem sie nicht vorab ihr ausdrückliches OK geben. Und sollte ihnen irgendwann später einfallen: "Nein, ich mag das eine oder andere so doch nicht", passen wir das an, oder ich nehme den Artikel in letzter Kosequenz auch vollständig heraus. All das bekommen sie schriftlich, gültig ohne Zeitlimit.

 

Im Leistungsumfang meinerseits steht:

 

- Beratung über Vorgehensweise

- Terminvorschläge

- Vorschläge bzgl. einer geeigneten und ansprechenden Location.

- Erstellen des Fragenkatalogs bzgl. ihnen und ihres Klassikers,  sowie dessen textlicher Auswertung/Umsetzung.

- Herstellen der Fotos. Die Zahl ist um ein Vielfaches umfangreicher, als hinterher veröffentlicht wird.

- Ein großformatiges Erinnerungsfoto (30x20cm)

- Verschriftlichung der relevanten Dinge bzgl. Urheberrechtschutz & Datenschutzgrundverordnung.

- Info über Aufwand/Kosten


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