01. April 2020
0 Kommentare // Sie stehen dort seit gefühlt einer Ewigkeit. Eigentlich immer schon sind sie das, was ich einen gewohnten Anblick nennen würde. Sie stehen perfekt. Der Raum ist ihnen entsprechend. Aus diesen beiden Kappa 6.1 von INFINITY klingt Musik so, wie ich sie zu hören wünsche, und ich versinke vollständig darin. Und dann wird jedesmal aus einem gewohnten Anblick ein außergewöhnlicher Moment.

23. März 2020
0 Kommentare "Du siehst die Dinge nicht, wie sie sind. Du siehst die Dinge, wie du bist." Erst kürzlich habe ich diesen kleinen, feinen Satz gelesen, den ich seither mit mir herumtrage. Ich fand ihn eher zufällig als Teil eines Personenprofils in einem Nachrichtendienst. Wir hören, lesen oder sehen irgendwelche Um-stände, die uns berühren, Emotionen auslösen, und dann geschieht irgendetwas. Es läßt uns nicht kalt. Ganz im Gegenteil. Es wühlt die eigene kleine Welt ein bisschen auf, und...

20. März 2020
0 Kommentare // Wie haben wir nicht alle in den Winter hinein zu träumen begonnen, und in den Frühling heraus gewartet, aus-geharrt, und es vor Vorfreude kaum ausgehalten! Und jetzt, wo es endlich losgehen könnte, ist alles verdreht. Denn es geht in eine Richtung, die sich falsch, bergab und schlecht anfühlt. Die Route scheint unsicher, riskant, gefähr-lich, alles verändernd. Der Weg wird holpriger, der Ton wird rauer. Zitronensauer und bitter schwingt es unter-schwellig. Freiwillig, oder...

16. März 2020
0 Kommentare // Der Abend kommt herein und legt sich mit seiner beruhigenden Sanftheit ins Zimmer, und mit dem abnehmenden Licht des Tages schwindet auch ein bisschen die Geschwindigkeit. Es ist nicht mehr die, die wir sonst als nor-malen Puls des Lebens verspüren. Denn gerade heute und jetzt hat diese Ruhe eine skurile Qualität von Stillstand. Diese seltsame Ruhe, die einkehrt, ist eine, die nirgends nicht ist. Häuser, Strassen, Orte, Regionen, Länder, Kontinente, alles ist wie gelähmt....

10. März 2020
2 Kommentare // Es ist höchst ungemütlich. Draußen auf dem Land geht seit Wochen Regen nieder, Schnee bleibt aus. Wäre schön gewesen, denn der macht die Welt gleichermaßen hell und freundlich. Drinnen ist es auch ungemütlich. Die negativen Schlagzeilen behalten die Oberhand. Das Leben hält uns den Spiegel vor, und die Gelegenheit wäre günstig. Es wäre eine gute Stelle für reflektorisches Verhalten. Unser von Wohlstand und Selbstverständlichkeit geprägtes Leben hat es auch mal...

05. März 2020
0 Kommentare // Es mag selbstverständlich klingen, ist es aber nicht. Auf eigenen Füßen stehen, und damit durch´s Leben gehen, ist was Besonderes und sehr bewegend. Unsere beiden Füße ermöglichen es. Sie erst setzen uns in Bewegung. Und auch zu gegebener Stunde verharren, Ruhe halten, Position beziehen, drücken wir über die Füße aus. Nötige Standhaftigkeit, mit beiden Füßen fest am Boden stehend, gelingt nur mittels unserer Füße. Meistens denken wir gar nicht daran, was uns Dank...

27. Februar 2020
0 Kommentare // Mein Ansatz, mir zuerst die inhaltliche Tiefe des Begriffs zu verdeutlichen, und erst dann nach einer Idee zur Umsetzung zu suchen, hat mich einige Tage beschäftigt. Völlig überzeugt hat mich mein Ergebnis nicht, es wirkt mir fast zu positiv. Aber vielleicht ist das ein Märchen an sich... Märchen sind viel mehr, als kindlich-romantische Einschlafgeschichten. Sie sagen viel aus über gesellschaftliche Bedingungen. Märchen krempeln Herzen und Seelen um, und geben uns eine...

21. Februar 2020
1 Kommentare // Die Farbe Rot ist recht besonders. Es fängt schon damit an, dass ich sie nicht mag. Vor allem, was Kleidung betrifft. Ich besitze nichts in der Farbe Rot. Jedenfalls nicht bewußt und absichtlich. Und mir fällt auch keine andere Farbe ein, die so extrem auseinanderliegende Bedeutungen vereint. Rot vor Wut, oder freudig erröten, Farbe der Glut, der Hitze und des Lebenssaftes, aber auch als aufschreckende Signalfarbe und Zeichen für Gebote und Verbote. Aufständische rote...

16. Februar 2020
3 Kommentare // Nachbarschaft kann vieles sein. Innige Bekanntschaft, freundschaftliches Nebeneinander, der tägliche Plausch über den Zaun, die Annahme der Pakete für nebenan, und die Kenntnis darüber, wie es dem Nachbarn geht, ob er etwas braucht, ob er zuhause ist, oder nicht. Nachbarschaft geht auch anders. Da herrscht Annonymität von Wand zu Wand, störende Geräusche unterbechen ungewollt jegliches Desinteresse, niemand bemerkt, wer gerade ein- oder auszieht, und wenn doch, ist es...

09. Februar 2020
2 Kommentare // Bei sich zu bleiben und der eigenen Melodie zu lauschen, ist so eine Sache. Eigentlich liest und hört man das an jeder Ecke. Doch es drängt sich allzu schmerzlich der Eindruck auf, als wäre längst nicht Jeder willens und in der Lage, das erstens zu tun, und zweitens, bei Anderen anzuerkennen. Wer nicht bei sich ist, lebt zwangsläufig in den Welten der Anderen. Ohne Schaden geht das selten ab. Eigentlich nie. Und statt die Mühen aufzuwenden, eigenen Talenten Raum zu geben...

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