27. Dezember 2021
3 Kommentare // Es mag durchaus am Licht liegen, also an dem, was gerade fehlt. Die unbeschwerten Herzhüpfer hell gleißender Sommertage tarnen sich schon länger verflixt gut. Und bei Laune bleiben und ungereizter Stimmung, bestenfalls zugleich, ist keine leichte Selbstverständlichkeit. Bleiern und grau machen sich die Tage in aller Dunkelheit breit, die wärmende Hitze von vor Monaten schrumpft längst zusammen zu einer kleinen Glut. Es ist die Zeit, in der es gilt, auf sich achtzugeben und...
23. Dezember 2021
3 Kommentare // Geschätzte Besucher, verehrte Leser, liebe Freunde, das Jahr 2021 nähert sich rasant den letzten Tagen, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich zu bedanken. Für die vielen wertvollen Kommentare, für die zuteil gewordene Aufmerksamkeit, für das hohe Maß an Stil & Kultur, für Anregungen, Kritik und Lob - ja, für die umfangreiche Präsenz hier - vielen Dank!

07. Dezember 2021
1 Kommentar // Advent, und immer noch hat es etwas mit irgendeiner "Ankunft" zu tun. Gerade auch in Verbindung mit der langen Dunkelheit geschieht es, dass alle warten. Jeder einzelne wartet. Darauf, das etwas beginnt, darauf, das etwas endet, oder darauf, das überhaupt etwas passiert.
11. September 2021
4 Kommentare Es gibt schicksalshafte Begegnungen, die leben eindeutig nicht von ihrer Länge, sondern von deren erstaunlicher Tiefe. Und es gibt Momente, in denen sich famose Entscheidungen treffen lassen, von denen man sich im nachhinein fragt, auf welcher Basis von Greifbarem sie eigentlich entstanden sind. Doch wir sind nahezu ständig von dem Wunder des Ungreifbaren umgeben. Es steckt in einer kleinen, zarten Blume, die sich lebenshungrig durch den Asphalt ins Licht presst, es findet sich...

25. Juli 2021
1 Kommentare // Es ist erschreckend, außer sich zu sein. Selten habe ich diesen Satz in seiner Wortwörtlichkeit bewußt gehört. Diesmal war das anders. Er stand vor mir, fuchtelte mit den Händen in der Luft, und keuchte diesen einen Satz raus: "Ich bin völlig außer mir". So sehr ich seinen Ärger verstand, wirklich leid tat mir die Lage, in die er unabhängig davon geraten war. Außer sich. Ich sah ihn wirklich draußen, nicht mehr drin, weg von der Mitte, Kontrolle samt Kontakt zu sich...
04. Juni 2021
6 Kommentare // Wann das genau anfängt, vermag ich nicht zu sagen. Irgendwann jedoch wechselt der Blick drauf. Da schwindet der Indianer in einem, der noch kurz zuvor in unendlichen Abenteuern verstrickt in den Wäldern unterwegs war. Es ging immer darum, Proben zu bestehen, und mit heiler Haut heimzukommen. Die Natur war lange die große Bühne, Bäume und Felsen waren eigentlich nur Stellen, hinter denen sich gut verstecken läßt, oder auf denen bestenfalls hoch hinaus zu klettern möglich...

20. Mai 2021
8 Kommentare // Sich zu äußern, beinhaltet das Risiko, mißverstanden zu werden, und mit jedem weiteren Kreis, den man dabei zur Öffentlichkeit hin durchbricht, gibt man diesem Umstand mehr Gewicht. Sich äußern, das ist Schrift, Sprache, Musik, bildende Kunst, Fotografie, und einiges mehr. Und dort, wo sich Äußernde hinbegeben, sind nicht nur Hörende, Schauende, Lesende. Dort finden sich noch mehr Derer, die sich auch äußern.
26. April 2021
2 Kommentare // An Tagen wie diesem, wie mögen wohl alle die verschiedenen Antworten auf die Frage lauten, was für einen selbst Glück bedeutet, was Glück im Kern ausmacht? Gemeint ist nicht der Lottogewinn, und auch nicht die Tatsache, früher als der Nachbar einen Impftermin zu erhalten. Ich meine das andere Glück. Das, was so schön ist, dass es ein bisschen weh tut.

08. April 2021
4 Kommentare // Es wird in hundert Jahren wieder so ein Frühling sein, Genau so schön mein Lieber, wie heut. Vielleicht steht dann noch diese alte Bank im Sonnenschein, Doch die dort sitzen, das sind dann wohl andre Leut. Drum laß uns nicht nach fernen Tagen fragen, Noch bleiben wir ein gutes Weilchen hier. Und wird in hundert Jahren wieder so ein Frühling sein, Es kann nicht schöner sein, als heut mit dir. Text in Anlehnung an: Fred Bertelmann
15. Februar 2021
6 Kommentare / Es ist eine erstaunliche Erkenntnis, die mich in jedem Winter heimsucht, und für die es in jedem Winter einer Weile bedarf, bis ich es realisiere: Der Winter, wenn er mit Schee und Eis über dem Land liegt, entzieht der Welt ihre bunten Farben, vor allem aber auch die Gerüche. Alles ist dunkel oder hell, schwarz und weiß, und mit seiner bunten, freundlichen Lebendigkeit, die dem Winter abhanden kommt, ist auch jeglicher Duft verloren gegangen.

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