08. Mai 2022
7 Kommentare // Wenn ich völlig ungestört dem Viertakt meiner eigenen Lebensmelodie folgen mag, verwende ich dazu am Allerliebsten diesen geschmeidigen 80er Jahre Reisewagen. Er ist dafür der perfekte Tonabnehmer. In dieses Fahrzeug einzusteigen, ist ein ähnlich ritueller und gleichzeitig freudiger Moment, wie der, wenn ich eine Schallplatte auf den Plattenteller lege, sich die Nadel langsam senkt, und Van Morrison seine Stimme erhebt.
19. März 2022
7 Kommentare // Die Straße ist meins. Vor allem im Hinblick auf die eigene (Auto-) Mobilität bin ich der Straße nach wie vor eng verbunden. Und auch, wenn es abgedroschen klingen mag, es hat eindeutig etwas mit Freiheit zu tun, oder Ungebundenheit, und vor allem, mit einem realen Erlebnis und wirklichen Leuten. Wer heute seine Freunde nach Anzahl Follower definiert, seinen Erfolg an Likes misst, und die großen Abenteuer per Spiele-Konsole erlebt, wird mich nicht verstehen können. Das macht...

09. Februar 2022
0 Kommentare // Liebe Fotobegeisterte, vor ein paar Tagen habe ich die Ausstellung "Nach August Sander" besichtigt, die im Museum für Gegenwartskunst in Siegen präsentiert wird. Meine umfangreiche Rezension dazu, wie auch diverse Fotografien, die ich dort anfertigen durfte, finden sich auf *fotowissen.eu. Zu der Lektüre erlaube ich mir herzlich einzuladen.
06. Februar 2022
2 Kommentare // Wir sind alle positiv, und die Fotografie ist es auch. Gerade jetzt, in solchen immens schrägen Zeiten, fällt das besonders ins Gewicht. Sicherlich läßt sich Fotografie manipulierend einsetzen. Das wird auch schon immer so gewesen sein. Allerdings meine ich gar nicht mal die große, pompöse, aufgesetzte Fotografie. Ich meine viel eher die von uns, von dir, von mir. Die Motive mögen nicht immer die positivsten sein. Aber die Fotografie dessen durchaus. Selbst Mißstände...

27. Dezember 2021
3 Kommentare // Es mag durchaus am Licht liegen, also an dem, was gerade fehlt. Die unbeschwerten Herzhüpfer hell gleißender Sommertage tarnen sich schon länger verflixt gut. Und bei Laune bleiben und ungereizter Stimmung, bestenfalls zugleich, ist keine leichte Selbstverständlichkeit. Bleiern und grau machen sich die Tage in aller Dunkelheit breit, die wärmende Hitze von vor Monaten schrumpft längst zusammen zu einer kleinen Glut. Es ist die Zeit, in der es gilt, auf sich achtzugeben und...
23. Dezember 2021
3 Kommentare // Geschätzte Besucher, verehrte Leser, liebe Freunde, das Jahr 2021 nähert sich rasant den letzten Tagen, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich zu bedanken. Für die vielen wertvollen Kommentare, für die zuteil gewordene Aufmerksamkeit, für das hohe Maß an Stil & Kultur, für Anregungen, Kritik und Lob - ja, für die umfangreiche Präsenz hier - vielen Dank!

07. Dezember 2021
1 Kommentar // Advent, und immer noch hat es etwas mit irgendeiner "Ankunft" zu tun. Gerade auch in Verbindung mit der langen Dunkelheit geschieht es, dass alle warten. Jeder einzelne wartet. Darauf, das etwas beginnt, darauf, das etwas endet, oder darauf, das überhaupt etwas passiert.
11. September 2021
4 Kommentare Es gibt schicksalshafte Begegnungen, die leben eindeutig nicht von ihrer Länge, sondern von deren erstaunlicher Tiefe. Und es gibt Momente, in denen sich famose Entscheidungen treffen lassen, von denen man sich im nachhinein fragt, auf welcher Basis von Greifbarem sie eigentlich entstanden sind. Doch wir sind nahezu ständig von dem Wunder des Ungreifbaren umgeben. Es steckt in einer kleinen, zarten Blume, die sich lebenshungrig durch den Asphalt ins Licht presst, es findet sich...

25. Juli 2021
1 Kommentare // Es ist erschreckend, außer sich zu sein. Selten habe ich diesen Satz in seiner Wortwörtlichkeit bewußt gehört. Diesmal war das anders. Er stand vor mir, fuchtelte mit den Händen in der Luft, und keuchte diesen einen Satz raus: "Ich bin völlig außer mir". So sehr ich seinen Ärger verstand, wirklich leid tat mir die Lage, in die er unabhängig davon geraten war. Außer sich. Ich sah ihn wirklich draußen, nicht mehr drin, weg von der Mitte, Kontrolle samt Kontakt zu sich...
04. Juni 2021
6 Kommentare // Wann das genau anfängt, vermag ich nicht zu sagen. Irgendwann jedoch wechselt der Blick drauf. Da schwindet der Indianer in einem, der noch kurz zuvor in unendlichen Abenteuern verstrickt in den Wäldern unterwegs war. Es ging immer darum, Proben zu bestehen, und mit heiler Haut heimzukommen. Die Natur war lange die große Bühne, Bäume und Felsen waren eigentlich nur Stellen, hinter denen sich gut verstecken läßt, oder auf denen bestenfalls hoch hinaus zu klettern möglich...

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