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Nun hat es auch mich erwischt.
In all´ den vielen Jahren, in denen ich Horrorgeschichten
über gerissene oder aufgeblähte Kühlwasserbehälter hörte,
und niemals selbst betroffen war, kam mir das
sehr lange sehr selbstverständlich vor.
Also der Zustand, einen ewig guten Kühlwasserbehälter zu haben.
Bis jetzt.
Es begann damit, dass meiner Frau eine kleine, grünliche Pfütze
unterm Bus aufgefallen war. Die Ursache war dann schnell gefunden.
Eben jener Ewigkeitsbehälter, der sich dagegen entschieden hatte,
einer zu sein, hatte einen Riss bekommen.
Doch nun ging das los. Die Variante, die in meinem Bus steckt, ist die älteste in den T3´s mit Wasserkühlung überhaupt. Und es ist jene Variante, die es in neu und gut nicht gibt. Und alle Gebrauchtteile sind genauso alt und unewig wie der meine, der nun Pfützen macht. Wenn man denn überhaupt ein Gebrauchtteil findet!
Motorraum, der noch eingebaute Behälter.
Der Behälter hängt nur geklemmt
in dem Halter. Schläuche ab,
nach oben rausziehen, fertig.
Im großen Hitzeschutzblech überm Auspuff sind die Muttern eingepresst.
Seltsam gelb und
irgendwie rund -
der 1983er Behälter mit Riss.
An Möglichkeiten, diese Problematik zu lösen, bleiben nicht viele. Schon gar nicht unendlich viele. Da wäre die eine, das rissige Ding mit Kunststoffkleber zu flicken. Puh… keine erbauliche Vorstellung. Dann wäre die andere Option, das Ding mit einem Uralt-Gebrauchtteil zu ersetzen. So was habe ich noch nie gemacht, und finde mal eins! Und dann gäbe es auch noch grundsätzlich die Chance, auf die neuere Variante des Behälters ab 1985 umzurüsten. Den DEN gäbe es in neu. Wer allerdings glaubt, dass das mal eben umsetzbar wäre, wird eines besseren belehrt, je intensiver man sich mit diesem Umbau auseinandersetzt.
Wenn man die Anordnung der Schlauchstutzen sieht, die übrigens auch nicht identische Durchmesser haben, wird schon klar, wie kompliziert dieser Tausch werden wird.
Zur Veranschaulichung aller relevanten Unterschiede hier noch einmal nebeneinander:
Tank WBX bis etwa Baujahr 1984/85, und die neuere Variante danach.
Deckel, Entlüftung, Halter, Schlauchabmessungen - alles anders.
Und so bin ich in der Summe aus Online-Recherche + Tipps kompetenter T3-Freunde bei der Firma ZAT (Zanzinger Automobil Technik) gelandet. Dieses Unternehmen baut einen Behälter aus Aluminium! Und was soll ich sagen, vom Eindruck her ist es genau das, was ich mag: Unverwüstlich, sozusagen für die Ewigkeit! Ich habe mir das Zauberteil bestellt und eingebaut. Wie das so geht - in dem Fall beim WBX 1983 – zeige ich Euch hiermit gerne!
Bevor wir in den Motorraum kraxeln, hier noch einmal alle drei überhaupt denkbaren Behältervarianten nebeneinander.
Alter Originltank, erste Ausführung
bei T3´s mit Wasserkühlung überhaupt!
Aluminium-Variante, aktuell beste und sinnvollste Lösung bei notwendigem Ersatz.
Der Behälter aller VW T3 nach 1984/85.
Vom Umbau in Bussen mit früher Verschlauchung ist abzuraten!
Zum Ausbau und Umbau ist zunächst nötig, den eingebauten Behälter leer zu bekommen. Das ist etwas schwierig, da es keine direkte Möglichkeit gibt, das Wasser kontrolliert abzulassen. Ich habe daher eine große Wanne unter den Bus gestellt, den Deckel oben entfernt, und den unteren Schlauch mutig abgezogen. Das hat ganz passabel funktioniert. Aus den 2 Schläuchen fließt auch nahezu kein Wasser mehr nach - alles gut!
Dann muss noch der Halter des Behälters ausgebaut werden. Oder sagen wir, es ist optional angeraten. Denn eigentlich passt der Alu-Tank von Fa. Zanzinger in den originalen Halter! Da ich das aber gerne in Ruhe testen und anpassen wollte, habe ich den Halter doch ausgebaut.
Zum besseren Verständnis hier noch einmal die beiden unterschiedlichen Halter der VW-Behälter,
sowie die beiden unterschiedlichen Deckel mit Ventil zur Entlüftung.
Der alte Halter kann genommen werden! Mich hat das Ding allerdings immer tierisch genervt. Und zwar deshalb, weil der Behälter nie wirklich souverän darin festgehalten war. Dieses Blech, in das der Behälter geschoben wird, ist konisch. Rein vom Prinzip her wird der Behälter als immer fester fixiert, je weiter man ihn darin runter drückt. Bei meiner Kombination Halter/Behälter klappte das nicht. Der Behälter sprang immer raus, daher hatte ich lange Zeit noch einen kleinen Spanngurt im Einsatz (siehe Foto weiter oben).
Bei dem neuen Behälter aus Aluminium ist es zwar so, dass der auch in dieses seltsame Konusblech eingesetzt wird, aber zusätzlich hat die Firma Zanzinger die Möglichkeit geschaffen, den Behälter durch 2 vorhandene Öffnungen im Halter mit Schrauben anzuziehen. Das ist genial, und funktioniert tadellos!
Ein Halter - Zwei Behälter. Eine durchdachte, wie auch simple Lösung, die mir zusagt.
So soll das eigentlich sein: 2 höckerartige Butzen, die am alten Behälter sind,
sollen in den 2 Öffnungen einrasten.
Das braucht eine gehörige Portion Glück.
Es ist immer eine galante Lösung,
vorhandene Bauteile möglichst auch
für Reproduktionen und Neukonstruktionen verwenden zu können.
Hier zeigt sich gut, wie der Tank in den alten Halter passt, und obendrein auch noch mit 2 Schrauben vollkommen gesichert wird.
Das überzeugt mich total.
Im Motorraum selbst ist der neue Tank samt Halter schnell einesetzt. Ein paar kleine Fallstricke zeigen sich trotz aller guter Qualität dann allerdings doch, und zwar beim Anbringen der Schläuche. Der Abstand der Schlauchstutzen am Tank, ist - warum auch immer - 20mm enger zusammen, als am alten Original. Das hat zur Folge, dass nach Anbringen des oberen, dicken Schlauchs in diesem eine unschöne Stauchung entsteht, die so nicht akzeptabel ist. Was machen? Andere Tanks, andere Optionen, es gibt sie nicht.
Was habe ich gemacht: Den oberen, dicken Schlauch habe ich dort, wo er in Fahrtrichtung weiter vorne angebracht ist, um diese 20mm gekürzt. Das nimmt die Stauchung raus, und die Montage am Tank klappt soweit ganz gut. Was nicht ganz so gut bleibt, und auch nicht änderbar ist, zeigt sich in dem kleinen Bypass, der sich senkrecht zwischen oberem und unterem Schlauch befindet. Dieser Bypass steht nun um diese 20mm schräg und bringt somit leichten Zwang in die Punkte, wo er oben und unten anvulkanisiert wurde.
Durch leichtes Verdrehen der Schläuche auf den Stutzen selbst lässt sich das alles ein wenig entschärfen. Ganz beseitigen lässt sich der Makel (technisch wie optisch) allerdings nicht.
Hier zeigt sich schon, wo es zwangsläufig
zu Anpassungen führen muss:
Die unterschiedlichen Abstände der Stutzen.
Um die Stauchung des dicken Schlauches wegzunehmen, habe ich den Schlauch
am anderen Ende um 20mm gekürzt.
Was nicht beeinflussbar und änderbar ist,
zeigt sich in der oben um 20mm
verschobenen Flucht des Bypasses.
HINWEIS: Diese Problematik habe ich bei der Firma Zanzinger freundlich und konstruktiv angesprochen.
Sobald ich dazu eine Aussage bekomme, werde ich das hier entsprechend kundtun.
Ich denke, es wird Gründe geben, denn darüber hinaus ist das Teil einfach zu perfekt.
Danke fürs Verständnis!
Der Kühlmittelbehälter der Firma ZAT (Zanzinger Automobil Technik) im eingebauten Zustand - VW T3 WBX 1.9Liter DG, 1983
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