Eigene Welten


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 Bei sich zu bleiben und der eigenen Melodie zu lauschen, ist so eine Sache. Eigentlich liest und hört man das an jeder Ecke. Doch es drängt sich allzu schmerzlich der Eindruck auf, als wäre längst nicht Jeder willens und in der Lage, das erstens zu tun, und zweitens, bei Anderen anzuerkennen. Wer nicht bei sich ist, lebt zwangsläufig in den Welten der Anderen. Ohne Schaden geht das selten ab. Eigentlich nie. Und statt die Mühen aufzuwenden, eigenen Talenten Raum zu geben für den eigenen Takt, wird sich an dem ermächtigt, was schon fertig auskomponiert, leider jedoch nicht das Eigene ist. Dann zieht ein alles erstickender Lärm über Land, und es überdeckt das Getöse der Eindringlinge die leisen Töne derer, die in eigenen Welten nichts anderes tun, als eigene Lieder zu singen.

 

 

 

 Mühsam ist es,

und längst nicht selbstverständlich,

sich selbst zu entdecken.

 

Und es braucht Mut und Energie,

um beste Begleiter zu finden.

Jene, die die feine Note treffen,

den guten Ton, und sich aufwandlos einlassen können auf den Sound,

der betört, statt betäubt.

 

Gut zu wissen,

Freunde zu haben,

die den eigenen Klang

nicht lautstark übertönen,

oder wegnehmen,

sondern ihn ergänzen,

vollständig machen,

und zusammen mit den ihren

zu einem Kunstwerk veredeln.

 

 


Im gesamten Einsatz benutztes Foto-Equipment: FUJIFILM X-T2 & FUJI XF 35mm f1.4 R

 

 

     Macht und Liebe

          schließen sich gegeseitig aus.

 

     Denn zu Dingen und Menschen,

          die man beherrschen will,

               ist jede Art von Akzeptanz,       

                   von ehrlicher Offenheit

                        und inniger Verbundenheit

                              restlos verloren gegangen.

 

     Jeder braucht seinen Rhythmus,

          sein eigenes, stimmiges Lied, seine    

               unverwechselbare Lebensmelodie.

 

     Musiker machen hörbar,

          wie eigene Welten klingen.

 

     Alles Eigene schwingt offen darin,

          und es gerät in Resonanz mit uns,

               wenn es gut zu uns paßt,

                    oder man sich darauf einläßt.


 

                       Laßt uns in unseren eigenen Welten bleiben, sie füllen und gestalten,

                            um mit Phantasie und Erfindergeist das Beste darin und daraus zu machen.

                                 Laßt uns einladend bleiben, mit offenen Türen und verschwenderischen Gesten.

 

 

                      Und laßt uns unsere eigenen Lieder singen.

                           Solche Lieder, die von Liebe, Hoffnung,

                                Wildheit, Sinn und Sinnlichkeit erzählen, und davon,

                                     wie schön es ist, nicht die Pfade Anderer zu zertrampeln,

                                          sondern der eigenen Spur zu folgen.

 

 

 Ein riesiges Dankeschön an die Siegener Rockband "HenFrie", in deren Proberaum ich mich samt Kamera frei bewegen durfte.

 


2020 © DT-Classics



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Kommentare: 2
  • #1

    Bellinghof (Mittwoch, 12 Februar 2020 10:05)

    Das Thema ist wichtig, die Fotos richtig klasse, und die Symbiose daraus großartig! Solches Verweben bedient sich einer breiten Sichtweise, die es dafür einfach braucht.

  • #2

    Dirk von DT-Classics (Mittwoch, 12 Februar 2020 17:15)

    Schön, wenn es sich so zeigt, freundlichen Dank für den Kommentar!
    Herzlich, Dirk